Tut Arbeit gut? Beim Thema Job und Gesundheit gibt es zwei einfache Erkenntnisse. Erstens: Arbeitslosigkeit kann Menschen sehr belasten. Zweitens: Zu viel Arbeit, womöglich auch noch nachts und am Wochenende, ist ebenfalls ein Gesundheitsrisiko. Deswegen ist der Trend zur Wochenend- und Abendarbeit höchst problematisch.
„Gesundheitliche und soziale Beeinträchtigungen durch Sonn- und Feiertagsarbeit sind empirisch belegt“, heißt es in einer Analyse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Sonntagsarbeiter haben etwa ein höheres Unfallrisiko und leiden öfter unter Schlafstörungen.
Und die Freizeit verliert an Wert, wenn der eine montags und die andere dienstags frei hat.
Für Ärzte, Pfleger, Kellner und Landwirte gehört die Wochenendarbeit zum Beruf.
Bei Industriearbeitern ist es jedoch eine Frage der Prioritäten: Was ist wichtiger: Dass die Maschine möglichst lange läuft oder dass die Menschen am Wochenende frei haben?
Die Gewerkschaften sind hier den Unternehmen schon sehr weit entgegen gekommen. Doch die Chemie-Arbeitgeber wollen noch mehr. Darauf kann es nur eine Antwort geben: Es reicht!

