Der Ex-Nationalspieler starb mit 39 Jahren durch Herzversagen: Trauer um Österreicher Pezzey

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Der Sport in Österreich und die Fußball-Bundesliga trauert um Bruno Pezzey. Der 39 Jahre alte Ex-Profi, der von 1978 bis 1987 für Eintracht Frankfurt (141) und Werder Bremen (114) insgesamt 255 Bundesligaspiele absolvierte und dabei 45 Tore erzielte, starb am Silvestertag in Innsbruck unerwartet nach einem Eishockeyspiel an Herzversagen. Fünf Minuten vor Ende des Prominenten-Matches war Pezzey mit Kreislaufbeschwerden zusammengebrochen. Obwohl der Notarzt innerhalb von zwei Minuten zur Stelle war, scheiterten alle Wiederbelebungsversuche. Der 84malige Nationalspieler, dem die Ärzte "völlige Fitneß" bescheinigten, starb knapp zwei Stunden später in der Innsbrucker Universitätsklinik. "Ich bin fix und fertig und kann es gar nicht glauben. Bruno Pezzey war für den SV Werder eine Symbolfigur und eine große Persönlichkeit. Nicht nur als Spieler, sondern auch durch sein korrektes und österreich-charmantes Auftreten", kommentierte Franz Böhmert, Präsident des Pokalsiegers Werder Bremen, am Sonntag den plötzlichen Tod des 1,90 Meter großen Abwehrspielers. Der Libero bildete mit Torwart Dieter Burdenski und Stürmer Rudi Völler ab 1983 für fünf Jahre die Bremer Erfolgsachse. Zuvor hatte der technisch komplette Pezzey mit Eintracht Frankfurt 1980 den UEFA-Cup und 1981 den DFB-Pokal gewonnen. Ebenfalls 1981 war er zum besten ausländischen Spieler der Bundesliga gewählt worden. Sein Wechsel vom Main an die Weser für rund 1,8 Millionen Mark war damals laut Böhmert eine Finanznummer erster Güte: "Trainer Otto Rehhagel hatte die Idee für die Verpflichtung bei einem Waldspaziergang." Mit seiner Meinung hielt Profi Bruno Pezzey nicht hinter dem Berg. Er war auch gegenüber prominenten Trainern wie Rehhagel kein "Duckmäuser". Nach dem Bundesliga-Abschied gewann der Vorarlberger unter Trainer Ernst Happel mit Wacker Innsbruck 1989 und 1990 seine Meistertitel drei und vier. Sein letztes Länderspiel für Österreich bestritt Pezzey, der eine Frau und zwei Töchter hinterläßt, im August 1990 beim 1:3 gegen die Schweiz in Wien. +++

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