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Gericht erkennt keine "Aufwiegelung zum Rassenhaß": Freispruch für Brigitte Bardot

Paris. AFP Frankreichs prominente Tierschützerin Brigitte Bardot ist gestern in Paris vom Vorwurf der "Aufwiegelung zum Rassenhaß" freigesprochen worden. Drei französische Anti-Rassismusbewegungen hatten den Ex-Filmstar wegen eines Artikels verklagt, den die 62jährige im April für die Tageszeitung "Le Figaro" geschrieben hatte. Darin beklagte Brigitte Bardot einen "übermäßigen Ausländerzustrom nach Frankreich, insbesondere von Moslems". Außerdem sprach sie angesichts des rituellen Schafeschlachtens zum traditionellen islamischen Opferfest von "islamischer Zügellosigkeit". Das Pariser Strafgericht entschied, die Tierschützerin habe ein "heftiges und bildhaftes Vokabular" benutzt, das sich aber nur gegen das Tierschlachten ohne Betäubung und nicht gegen die Moslemgemeinschaft als solche gerichtet habe. Den Passus gegen den Zustrom von Ausländern wertete das Gericht als übertriebene Äußerung, die jedoch in einer pluralistischen Gesellschaft nicht verboten sei. Die drei Anti-Rassismus-Gruppen hatten auf je 100 000 Franc (knapp 30 000 Mark) Schadenersatz geklagt. Ausländerfeindliche Töne sind auch in den Memoiren des einstigen Filmidols enthalten, die im vergangenen Herbst erschienen. Darin schrieb Bardot, sie teile "völlig" die Ideen des Chefs der rechtsradikalen Front National, Jean-Marie Le Pen, in Bezug auf den "erschreckenden" Zustrom von Ausländern nach Frankreich. +++

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