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Gesetzentwurf in Arbeit: Waffenrecht soll schärfer werden

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BERLIN. Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden haben sich die Innenexperten von Union und SPD mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auf eine umfassende Verschärfung des Waffenrechts verständigt. Ziel sei eine Gesetzesänderung noch in dieser Legislaturperiode, sagte gestern ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Zu den geplanten Maßnahmen zählt ein Verbot von Schießspielen mit Farbkugeln wie Paintball. Verstöße sollen mit einem Bußgeld bis zu 5 000 Euro geahndet werden. Besitzer von Handfeuerwaffen sollen zudem verpflichtet werden, diese durch biometrische Systeme so zu sichern, dass eine Benutzung durch Andere ausgeschlossen ist. Auch ein bundesweites Waffenregister soll schnell kommen. Das Vorhaben, Waffenbesitzer auch verdachtsunabhängig zu kontrollieren, sorgte beim Schützenbund für Unmut: Damit würden seine Mitglieder rechtloser gestellt als jeder Kriminelle. Solche Kontrollen werden auch von Teilen der Union mit Verweis auf die Unverletzlichkeit der Wohnung abgelehnt. (BLZ)

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