Helmuts Gesicht leuchtet vor Glück. Seine Züge sind gelöst wie die eines Menschen, der einen schönen Tod gehabt hat. Ein neues Leben ist in seinen Augen aufgeblüht, eine Freude, die sich nicht verstecken lässt, die größer ist als er selbst und sein Gesicht so offen macht, wie er es von sich aus nie gekonnt hätte. Der 18-Jährige hat gerade zum ersten Mal mit einem Mädchen geschlafen, mit Britta, deren Körper den seinen noch wärmt und die ihm zugeflüstert hatte: "Du bist so süß. Du wirst so schön rot!". Humorvoll, zärtlich, ohne Spannertum setzt die Kamera in Hendrik Handloegtens Film "Liegen lernen" diesen Moment ins Bild. Man glaubt sofort, dass er Helmuts Leben lange bestimmen wird, dass die Intensität dieses Glücks sich einbrennt und der Verlust desselben den Jungen verstören muss. Nur wenige Augenblicke später wird Britta ihm sagen, dass sie ihn verlässt und nach Amerika geht. Im Film, dem der gleichnamige Roman von Frank Goosen zu Grunde liegt, erzählt der 32-jährige Helmut (Fabian Busch) sein Leben im Rückblick, ein Leben in der Altbundesrepublik, ein Leben zur Zeit der Ära Helmut Kohl. Doch die politische Geschichte bleibt für diesen Film so "außen vor" wie für die Vertreter jener Generation, deren Porträt Helmut abgeben soll. Warum diese Generation so unpolitisch wurde, warum der schönste Gegenstand ihrer Beschäftigung stets nur sie selber blieb, erklärt auch dieser Film nicht, mit dem die Nabelschau der "Generation Golf" das Kino erreicht. Man spürt bei Helmut nur das Bedürfnis, der eigenen Existenz endlich Tiefe und Schwere zu verleihen, nachdem er in seinem Leben alles ausprobieren durfte und nichts Tragischeres durchgemacht hatte als die Scheidung der eigenen Eltern. Helmuts Leben spielt sich in den Beziehungen zu wechselnden Frauen ab, aber er kann Britta nicht vergessen. Erst als er entdeckt, dass Tina (Birgit Minichmayr) von ihm schwanger ist und er vor seiner Liebe zu ihr und der Verantwortung für sein Kind weglaufen will, begreift er, dass er sich festlegen muss - und es gelingt ihm, Britta (Susanne Bormann) zu entzaubern. Unterschwellig durchzieht den Film die Frage nach der Möglichkeit eines identischen Ichs im Leben, wo doch die Partner ständig wechseln. Sind es allein die starken Erlebnisse, durch die Identität sich bildet? Kann das Ich, kann eine menschliche Beziehung überhaupt eine feste Form finden, wenn der Geschlechtsakt eine emotionale und sexuelle, keinesfalls jedoch eine Handlung mit sozialer Verpflichtung mehr ist, wenn Liebe allein in sprachloser Innigkeit gründet? Bei der verstörten Suche nach einer Antwort darauf lässt man sich auch als Zuschauer in die Geschichte verstricken. Den Schauspielern, besonders Fabian Busch und seinen Partnerinnen, kann man weder Bewunderung für die (wirklich peinlich genaue) Beschwörung biografischer Erinnerung noch Sympathie versagen. Daneben hat Sophie Rois als Theaterschauspielerin Barbara Gelegenheit zu einem bitter-nihilistischen Sex-Intermezzo. "Liegen lernen" mag kein großer Film sein, aber er ist schön. Er schwelgt, ganz zauberhaft, im emotionalen Narzissmus der Jugend, mit dem Wissen, dass dieser Zauber auch ein unseliger Fluch ist. Liegen lernen D 2003. Buch und Regie: Hendrik Handloegten, nach dem gleichnamigen Roman von Frank Gossen, Darsteller: Fabian Busch, Susanne Bormann, Birgit Minichmayr, Fritzi Haberlandt, Florian Lukas u. a.; 94 Minuten, Farbe. Sind es wirklich nur die starken Erlebnisse, durch die Identität sich bildet?

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||