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Richtfest für französische Botschaft am Pariser Platz: Das Gelände kaufte bereits Napoleon III.

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In etwa einem Jahr wird am Pariser Platz in Mitte der Neubau der französischen Botschaft eröffnet. Das Gebäude, für das am Dienstag Richtfest gefeiert wurde, wird dann Arbeitsplatz für etwa 200 Menschen sein. Derzeit ist die diplomatische Vertretung Frankreichs an zwei Standorten in der Kochstraße in Kreuzberg sowie am Kurfürstendamm in Charlottenburg untergebracht. Residenz im Westflügel Der Neubau am Pariser Platz 5, für den im Jahr 1998 der Grundstein gelegt worden war, wird nach Plänen des französischen Architekten Christian de Portzamparc errichtet. Residenz und Kanzlei der Botschaft werden im Westflügel des Gebäudes untergebracht, Konsulat und Kulturabteilung im Ostflügel. Ein zentraler Pavillon mit Auditorium und Konferenzräumen wird die beiden Teile des Hauses miteinander verbinden. Der französische Botschafter Claude Martin bezeichnete den Neubau als "offenes, funktionales Gebäude, in dem man gern arbeiten wird". Vor allem aber sei es "ein gastlicher Ort mit Ausstrahlung, der sehr gut zu Frankreich in Berlin passt". Die Botschaft wird übrigens auf geschichtsträchtigem Gelände gebaut. Bereits im Jahr 1860 hatte Napoleon III. das Grundstück kaufen und hier die französische Gesandtschaft errichten lassen. Das Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert war jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1959 abgerissen worden. Erst mit der deutschen Wiedervereinigung war das Areal, das bis zur Wende brachgelegen hatte, an Frankreich zurückgegeben worden. Die Botschaft soll im kommenden Jahr im Beisein des französischen Staatspräsidenten eingeweiht werden. Wenige hundert Meter entfernt wurde vor einem Jahr die neue britische Botschaft eröffnet. Auch die Amerikaner wollen ihre diplomatische Vertretung am Pariser Platz bauen.

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