Wer auf die Neugier baut, der wird sich selten irren. Ein USB-Speicherstick, der zusammen mit einem Strauß Blumen oder einer Pizza (beides nicht bestellt!) überraschend geliefert wird, landet also mit größter Wahrscheinlichkeit in der USB-Buchse eines Computers. Genau so begann eine sechs Wochen dauernde Schnitzeljagd durch Berlin, die sich am Ende als ziemlich raffinierte und aufwändige Reklame für einen Thriller herausstellte. Von Ende Oktober bis Mitte Dezember heizte der Berliner Sebastian Fitzek, der von seinen beiden ersten Thrillern "Die Therapie" und "Amokspiel" innerhalb von anderthalb Jahren 350 000 Exemplare verkaufte, damit das Interesse für sein neues Buch "Das Kind" an. Dessen Premiere sollte am gestrigen Abend bei Hugendubel in der Schlossstraße in Steglitz gefeiert werden. Wobei zunächst eine Zusammenfassung des Reklamespiels, mit dem die Buchpremiere vorbereitet wurde, geplant war. Auf dem USB-Stick befand sich ein kurzer Film, auf dem eine Kamerafahrt über einen Krankenhausflur zu sehen war, die in einen Fahrstuhl mündete. Wo am Ende kurz die Internetadresse www.push11.com auftauchte. Schnell entstanden im Internet Foren, in denen darüber diskutiert wurde, wo sich dieser Fahrstuhl befindet. Immer wieder tauchten Hinweise auf reale Plätze in Berlin auf. Zum Beispiel auf ein Café in Mitte. Dort fand sich dann die Visitenkarte eines Psychologen Dr. Johann Tiefensee, der Reinkarnationstherapien anbietet. Dieser angebliche Psychologe erläutert seine Therapien in einem dreiminütigen Film auf youtube.de, wo am Ende seine Telefonnummer und Internetadresse zu sehen ist. Die Adresse seiner Praxis ist sicher nicht zufällig mit den Geschäftsräumen einer "Agentur für neue Medien" identisch. Die Frau am Empfang gab auf Anfrage die Auskunft, dass Dr. Tiefensee für eine Woche verreist sei. Wer auf seinen Anrufbeantworter sprach, konnte aber doch mit ihm in Kontakt treten, denn manchmal rief er zurück. Wer immer fleißig den Hinweisen folgte und zu Treffpunkten ging, an denen angeblich wichtige Informanten warteten, dem wurde oft richtig was geboten. Zum Beispiel eine Polizeiszene in der Chausseestraße, bei der aus einem verfallenen Hinterhaus eine stark verweste Leiche geborgen wurde. Am Ende landeten die hartnäckigsten Spieler - alle sehr aktive Internetnutzer mit Affinität zu Krimithemen und damit ideale Multiplikatoren für das Thema des Spiels - auf einem Balkon im 11. Stock eines Hauses in Gropiusstadt. Wo ihnen Sebastian Fitzek die ersten Exemplare seines neuen Buches überreichte. Das war sechs Wochen nach dem Start dieses "Alternate Reality Games", der interaktiven Form einer Erzählung, bei der Fiktion und Realität miteinander verschmelzen. Und mancher der Beteiligten stellte sich inzwischen die Frage, die auch am Ende des "Push11-Tagebuchs" im Internet steht: Wie soll man nun eigentlich die wiedergewonnene Freizeit nutzen? Aus der Sicht von Autor und Verlag die gewünschte Antwort: Mit Lesen! ------------------------------ Foto: Baut gerne Spannung auf: Bestsellerautor Sebastian Fitzek bei seiner Buchpremiere bei Hugendubel in Steglitz.

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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||