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Suche nach Kandidaten: Ein Stadtrat für Piraten und Linke

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Die Piratenpartei in Friedrichshain-Kreuzberg will sich mit der Linkspartei im Bezirk auf einen geeigneten Kandidaten einigen, der den Posten eines Stadtrates übernehmen könnte. "So ein Stadtrat muss nicht unbedingt ein Parteibuch tragen", sagte gestern der Spitzenkandidat der Piraten in Friedrichshain-Kreuzberg, Ralf Gerlich. Ein Treffen gibt es Ende der Woche. Die Piraten sind nach ihrem guten Wahlergebnis am vergangenen Sonntag im Abgeordnetenhaus und allen Bezirksparlamenten vertreten, in Friedrichshain-Kreuzberg könnten sie sogar einen Stadtrat stellen - theoretisch. Denn es fehlt an Personal. Neun Sitze stehen den Piraten zu, es gibt nur acht Kandidaten, drei von ihnen haben auch für das Abgeordnetenhaus kandidiert und werden dort ihre Plätze einnehmen. Doppelmandate sind laut Landeswahlgesetz ausgeschlossen, und mit weniger als sieben Sitzen verlieren die Piraten ihren Anspruch auf den Stadtratsposten, dieser wird nun an die Linke weitergereicht. Die Piraten wollen einen eigenen Kandidaten vorschlagen, der noch kein Mandat hat. Die Partei hoffe, dass der "machtpolitische Wille" der Linken nicht so stark ausgeprägt ist, dass sie den jetzt zugesprochenen Stadtratsposten ohne die Mitsprache der Piraten besetzen werden, sagte Gerlich. Die Linkspartei wäre wegen der Stimmenverluste am Sonntag (-4 Prozent) im Bezirksamt künftig nicht mehr vertreten gewesen. (str.)

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