Auch heute gibt es noch Spitznamen für Automodelle, allerdings werden es immer weniger. Foto: Hersteller
Ob Bulli, Barockengel oder Nutten-Ferrari: Kosenamen für Autos sind out, meinen Experten. Doch der Volksmund war und ist stets einfallsreich, wenn es um den eigenen Pkw geht. Ganz aussterben werden Auto-Spitznamen wohl nie.
Die Automobilgeschichte hat viele urige Protagonisten: Da gab es das Eisenschwein, die Knutschkugel, das Kommissbrot oder die Badewanne. Diese Spitznamen formulierte der Volksmund für die Autos der ukrainischen Marke Saporoschez und die Modelle BMW Isetta, Hanomag 2/10 PS, Ford Taunus 17M und BMW 501. Unvergessen auch der Hausfrauenporsche (Karmann Ghia), der Schneewittchensarg (Volvo P1800 ES) und die Ente (Citroën 2CV). Doch die Zeit der Kosenamen fürs rollende Blech halten Experten für weitgehend abgeschlossen.
„Es gibt kaum noch Spitznamen, da sich die meisten Autos von heute der Stromlinienform unterwerfen“, sagt Markus Lindla von der Namensagentur Nambos in Köln. „Auf den ersten Blick lässt sich mancher Toyota kaum noch von einem Lexus oder der 5er BMW von einem beliebigen anderen Mittelklassewagen unterscheiden.“ Demnach ist es die schlichte Verwechselbarkeit und mangelnde Charakteristik der Fahrzeuge, die Kosenamen für Autos rar werden lässt.
Automodelle und ihre Spitznamen
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Automodelle und ihre Spitznamen
Citroën DS: „Die Göttin“
Bei diesem Wagen aus dem Hause Citroën steckt der Spitzname sozusagen im Modellkürzel. Spricht man das „DS“ der 1955 vorgestellten Mischung auf Limousine und Coupße in der Originalsprache aus, kommt „Déesse“ heraus. „La déesse“ steht im Französischen für „die Göttin“. Bei Sammlern wird die 1975 eingestellte „Göttin“ bis heute verehrt. Für gut erhaltene Exemplare kann man heute bis zu 200.000 Euro ausgeben.
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Opel Rekord P2 Coupé: „Rasender Kofferraum“
Diesen Opel als „rasenden Kofferraum“ zu bezeichnen ist eine ziemliche Beleidigung. Der langgezogene Kofferraumdeckel des Rekord P2 wurde in den 60er-Jahren immer als Makel empfunden. Dabei gab es gerade in Amerika zu dieser Zeit ähnliche Fahrzeuge, die bis heute Kult sind.
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Opel Kadett B Coupé Rallye: „Schwarzer Sarg“
Diese Version des Kadett B war sozusagen der Golf GTI der 60er-Jahre. Mit 60 PS, 800 Kilogramm Gewicht und Doppelvergaser war er besonders bei jungen Leuten beliebt. Besorgte Eltern und Verkehrsschützer bezeichneten den Flitzer mit den schwarzen Rallye-Streifen deshalb als „Schwarzen Sarg“.
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Opel Olympia Rekord: „Haifischmaul“
Haifischmaul hieß der Opel Olympia Rekord aus den 50er Jahren wegen seines ovalen Kühlergrills: „Er sah aus, als wolle er gleich zubeißen“, sagt Markus Lindla von der Namensagentur Nambos in Köln.
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Mercedes SL (W 113): „Pagode“
Der Mercedes SL wurde erstmals im März 1963 auf dem Genfer Auto Salon präsentiert. Das zweisitzige Cabrio sollte den alten 190 SL und den 300 SL ersetzen. Seinen Spitznamen erhielt der Flitzer aufgrund seines nach innen gewölbten Hardtops. Eine Pagode ist nämlich ein fernöstliches Bauwerk mit konkavem, also demnach leicht nach innen gebogenem Dach. Der Roadster ist heute ein begehrtes Sammlerobjekt.
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Mercedes 300 D W 186 und W 189: „Adenauer“
Was heute Mercedes S-Klasse, 7er BMW und Audi A8 darstellen, waren in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg die Baureihen W 186 und W 189 von Mercedes. Der 300er war unter anderem das Dienstfahrzeug von Bundeskanzler Konrad Adenauer, deshalb versieht ihn selbst Mercedes heute noch mit dem Zusatznamen „Adenauer“.
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Mercedes E-Klasse W 110: „Heckflosse“
Dieses Fahrzeug muss man nicht lange betrachten, um den Sinn des Spitznamens zu verstehen. Die Mercedes E-Klasse mit dem Modell-Kürzel W 110 wurde von 1961 bis 1968 hergestellt. Erkennungsmerkmal des W 110 sind vor allem die Heckflossen. Der Autobauer Mercedes, der damals schon eher für konservatives Design stand, versuchte damit der Heckflossen-Mode aus den USA gerecht zu werden.
Foto: Rudolf Stricker/Wikimedia
Mercedes 300 SL W 198: „Flügeltürer“
Der Mercedes 300 SL ist 1999 von dem Oldtimer-Magazin „Motor Klassik“ zum „Sportwagen des Jahrhunderts“ gewählt worden. Kein Wunder, ist sein Design doch einfach bildschön und die Flügeltüren sind bis heute legendär. Wer „Flügeltürer“ sagt, meint damit in der Regel nur ein Automodell – nämlich den 300 SL der 50er-Jahre. Für gut erhaltene Exemplare muss man heute zwischen 500.000 und einer Million Euro ausgeben.
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BMW Isetta: „Rollendes Ei/Knutschkugel“
Ein Auto, dem ein Spitzname verpasst wird, muss die Menschen reizen – entweder optisch, durch die verbauten Materialien oder einfach durch bescheidene Verhältnis im Innenraum, wie bei der Isetta von BMW (1955 bis 1962). Der Zweisitzer mit der großen Fronttür erhielt wegen der nahezu ballförmigen Karosserie gleich zwei Beinamen: rollendes Ei und Knutschkugel. Letzteren wegen des notgedrungen kuscheligen Zusammensitzens im Innern.
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BMW 501: „Barockengel“
Wie der Adenauer-Mercedes gehört auch der BMW 501 zu den Nobelkarossen der Nachkriegszeit. Gerade mal 23.000 Exemplare sind in dieser Zeit gebaut worden. Ein gut erhaltenes Fahrzeug kostet heute mindestens 30.000 Euro. Den Namen „Barockengel“ bekam der 501er wegen seiner geschwungenen Karosserieform.
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VW 1200/1300/1500/1303: „Käfer“
Besonders viele Spitznamen brachte der Volksmund hervor, als die Modellvielfalt noch nicht so groß war. Zum Beispiel zu Zeiten des VW 1200, den es über Jahrzehnte im nahezu nicht umgeschneiderten Blechkleid unter anderem auch als VW 1300, VW 1500 oder VW 1303 gab. „Ob es ein amerikanischer Importeur war, der diesen Wagen als allererster Beetle nannte? Kann schon sein“, mutmaßt Bernhard Kittler, Leiter der Volkswagen Classic GmbH. Letztlich sei ungeklärt, wie die naheliegende Bezeichnung, die im deutschsprachigen Raum schnell als Käfer übernommen wurde, entstand.
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VW Karmann Ghia: „Hausfrauenporsche / Nutten-Ferrari / Sportwagen für Sonntagsfahrer“
In der Zeit zwischen 1955 bis 1974 war der Karmann Ghia der Renner unter den deutschen Sportwagen. 364.401 Coupés und 80.337 Cabrios wurden insgesamt gebaut. Insbesondere bei den Frauen war er beliebt – was ihm den einen oder anderen Spitznamen eingebracht hat. Eine Spitzengeschwindigkeit von 118 km/h war den meisten Männern einfach zu langsam.
Foto: dpa
VW Golf Cabrio: „Erdbeerkörbchen“
Der spöttische Name „Erdbeerkörbchen“ hat der einstigen Popularität des Golf Cabrio keinen Abbruch getan. Zwischen 1979 und 1993 sind knapp 390.000 Exemplare produziert worden. Als Erbe des schönen Käfer Cabrios kam der offene Golf anfänglich wegen seines Überrollbügels nicht so gut an. Gerade in der roten Lackierung wurde er als „Erdbeerkörbchen“ verunglimpft. Exemplare aus den 80er-Jahren sind heute beliebte Youngtimer.
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VW T1: „Bulli“
Insbesondere Fahrzeugmodelle die keinen richtigen Namen haben, bekommen besonders gerne einen Spitznamen verpasst. Der VW T1 ist da ein gutes Beispiel. Wie beim Käfer ist auch hier nicht wirklich bekannt, woher der Name eigentlich kommt. Bis 2007 durfte VW die aus dem Volksmund entstandene Bezeichnung nicht verwenden, da die Firma Kässbohrer eine Pistenraupe mit dem Namen Bully im Programm hatte. Inzwischen sind die Namensrechte allerdings geklärt und 2013 könnte tatsächlich VW-Bus mit der Bezeichnung „Bulli“ auf den Markt kommen.
Foto: Hersteller
Fiat 126: „Bambino“
Der 126 ist der Nachfolger des legendären Fiat Nuova 500. Der kleine Flitzer wurde von 1972 bis 2000 produziert. Eigentlich handelt es sich bei „Bambino“ nur um einen halben Spitznamen. Der 126 wurde nämlich Ende der 70er-Jahre in Deutschland unter diesem Namen vermarktet, nachdem er vorher im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt wurde.
Foto: Hersteller
Fiat 500: „Topolino/Mäuschen“
Der erste Fiat 500 wurde von 1936 bis 1957 gebaut. Die liebevolle Bezeichnung „Topolino“ – Mäuschen – bekam er vor allem als Abgrenzung zu seinem Nachfolger, der 1957 bis 1975 gebaut wurde. Warum aber gerade Mäuschen? Die Frontpartie erinnerte mit den ohrenähnlichen Kotflügeln und den augengleichen Scheinwerfern an Mickey Mouse – und die war zu dieser Zeit längst weltberühmt.
Foto: Hersteller
Ford Taunus 12M: „Weltkugel“
Die Idee vom sogenannten „Weltauto“ wurde bei Ford schon häufiger umgesetzt. Aktuell versucht sich gerade der neue Focus die Automärkte dieser Welt zu erobern. Als der Ford Taunus 12M 1952 auf den Markt kam, wurde die Idee auch in Form des Kühlerlogos verdeutlicht. Es handelte sich nicht um den üblichen Ford-Schriftzug, sondern um eine Weltkugel.
Foto: Hersteller
Ford Model T: „Blechliesel/Tin Lizzy“
Mit dem Model T von Ford begann die Auto-Fließbandproduktion. Für einen Millionenseller war die schlichte Modellbezeichnung T wohl zu nüchtern – bald tauchte der Kosename Blechliesel (Tin Lizzy) auf.
Foto: Hersteller
Ford Taunus 17M: „Badewanne“
Manchmal werden Autohersteller für ihre moderne Technik auch verspottet. So gehörte der Ford Taunus 17M in den 60er-Jahren zu den ersten Fahrzeugen, die in einem Windkanal entwickelt wurden. Die aerodynamische Karosserieform brachte ihm daraufhin den Spitznamen „Badewanne“ ein. Den Kunden war das egal: Zwischen 1960 und 1964 sind 669.731 Exemplare vom Band gelaufen.
Foto: Wieck
Alfa Romeo Spider Duetto: „Osso di Sepia“
Für die einen ist der Alfa Spider Duetto der schönste Spider aller Zeiten. Andere fühlen sich dagegen an den Wetzstein ihres Vögelchens erinnert. Mit viel Fantasie könnte man ihn mit dem Stützknochen des Tintenfischs – dem „Osso di Sepia“ – verwechseln. Alfa ließ sich von diesem Spitznamen verunsichern und begradigte bereits nach drei Jahren Produktionszeit 1969 das Heck des Roadsters.
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VW-Porsche 914: „Vopo / Volks-Porsche"
Wohl kaum ein anderer Sportwagen wird so unterschätzt wie der Porsche 914. Dabei war er der erste Großserien-Mittelmotorsportwagen der Welt. Zwischen 1969 und 1976 wurden knapp 120.000 Exemplare gebaut. Der 914 hatte ein großes Image-Problem, da Porsche ihn gemeinsam mit Porsche entwickelte. In Europa wurde der Wagen deshalb als „VW-Porsche“ verkauft, was ihm den Spitznamen „Volks-Porsche“ oder „Vopo" einbrachte. Insbesondere von der letzten Bezeichnung war man bei Porsche nicht begeistert, da es die Abkürzung der DDR-Volkspolizei war.
Foto: Hersteller
Volvo P 1800 ES: „Schneewittchensarg“
Heute sind Kombi-Coupés, sogenannte Shooting Brakes, der letzte Schrei. Bestes Beispiel sind der neue Ferrari FF oder die geplante Shooting-Brake-Variante des Mercedes CLS. In den 70er-Jahren konnte man mit so einem Mischling allerdings nichts anfangen. Der Volvo P 1800 ES wurde deshalb schnell als „Schneewittchensarg“ verspöttelt. 1973 stellten die Schweden ihn nach nur zwei Jahren Bauzeit wieder ein.
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BMW 1er: „Hängebauchschwein“
Sie werden zwar seltener, aber auch heute noch werden Automodellen Spitznamen verpasst: Seine gewölbte Falte im Blech hat dem 1er-BMW seinen wenig schmeichelhaften Spitznamen „Hängebauchschwein“ eingebracht.
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Fiat Multipla: „Fiat Ugly“
„Fiat Ugly“ – diesen Beinamen muss sich der Fiat Multipla gefallen lassen. Dabei glänzt der Wagen durch gute Rundumsicht und eine vordere Sitzreihe. Bei uns wurde er bereits eingestellt, in China läuft er weiter als Lizenzprodukt vom Band.
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Porsche Cajun: „Baby-Cayenne“
Dass Spitznamen wohl nie ganz aussterben und auch manchmal Autos gewidmet werden, die noch gar nicht im Verkauf sind, zeigt der für 2013 geplante Porsche Cajun: Baby-Cayenne wird er schon genannt, denn er sieht aus wie der kleine Bruder vom großen SUV Cayenne.
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VW Beetle
2011 wird noch ein neuer Käfer auf die Bühne krabbeln. Nur, dass er auf den Namenszusatz des alten Neuen verzichtet. „Er wird nicht mehr New Beetle (Bild), sondern nur noch Beetle heißen“, Bernhard Kittler, Leiter der Volkswagen Classic GmbH. Seine offizielle Modellbezeichnung ist wohl bislang die einzige in der Geschichte des Automobils, die sich ein Hersteller vom Volksmund abgeschaut hat.
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Citroën 2CV: „Ente“
Wohl bei keinem anderen Automodell ist der Spitzname so sehr in den Volksmund übergegangen. Wer nicht gerade ein eingefleischter Autofan ist, dem wird Citroën 2CV weit weniger sagen, als einfach nur „Ente“. Sollten die Franzosen also wirklich ein Comeback dieses Modells planen, darf man gespannt sein, ob der Wagen direkt als Ente bezeichnet wird. VW hat sich beim New Beetle jedenfalls gleich für den Spitznamen entschieden.
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Einst, als es eine noch nicht so unübersichtliche Modellvielfalt gab, war der Volksmund ein plappernder Erfindergeist. Zum Beispiel zu Zeiten des VW 1200, den es über Jahrzehnte im nahezu nicht umgeschneiderten Blechkleid unter anderem auch als VW 1300, VW 1500 oder VW 1303 gab. „Ob es ein amerikanischer Importeur war, der diesen Wagen als allererster Beetle nannte? Kann schon sein“, mutmaßt Bernhard Kittler, Leiter der Volkswagen Classic GmbH. Letztlich sei ungeklärt, wie die naheliegende Bezeichnung, die im deutschsprachigen Raum schnell als Käfer übernommen wurde, entstand.
Ein Auto, dem ein Spitzname verpasst wird, muss die Menschen reizen - entweder optisch, durch die verbauten Materialien oder einfach durch bescheidene Verhältnisse im Innenraum, wie bei der Isetta von BMW (1955 bis 1962). Der Zweisitzer mit der großen Fronttür erhielt wegen der nahezu ballförmigen Karosserie gleich zwei Beinamen: rollendes Ei und Knutschkugel. Letzteren wegen des notgedrungen kuscheligen Zusammensitzens im Innern. Haifischmaul hieß der Opel Olympia Rekord aus den 50er Jahren wegen seines ovalen Kühlergrills: „Er sah aus, als wolle er gleich zubeißen“, sagt Lindla.
So kommen Automarken zu ihren Namen
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So kommen Automarken zu ihren Namen
Aston Martin
Hinter den britischen Edelflitzern würden viele wohl einen Herrn Aston und einen Herrn Martin vermuten. Das ist aber nur halb richtig: Lionel Martin und Robert Bramford, Besitzer einer Autowerkstatt in Kensington, konstruierten im Jahr 1914 ihren ersten Wagen. Der Name Aston Martin leitet sich von einem Bergrennen in Aston Clinton ab, das Martin im Jahr zuvor gewonnen hatte. (Bild: Autonews)
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Audi
Nach Streitigkeiten mit der nach ihm benannten Autofirma gründete August Horch im Jahr 1910 die Marke Audi. Zuvor war Horch der Neustart unter eigenem Namen gerichtlich untersagt worden. Die Lösung fand der Sohn eines Mitarbeiters: Das lateinische „Audi“ bedeutet übersetzt „Höre!“ oder „Horch!“. Anfang der 1930er-Jahre fusionierte Audi mit den Marken DKW, Wanderer und Horch zur Auto-Union, deren Markenzeichen die vier Ringe waren. Diese schmückten nach dem Krieg Fahrzeuge von DKW, die später auch als „Auto-Union“ mit den vier Ringen auf dem Grill verkauft wurden. Um die Abkehr vom DKW-Zweitakter deutlich zu machen, hieß das erste Viertakt-Modell anno 1965 wieder Audi. Die vier Ringe blieben als Logo bestehen, auch als Audi 1969 mit NSU fusionierte.
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BMW
Die Keimzelle von BMW waren die 1913 gegründeten Rapp-Motorenwerke in München. Diese schlossen sich mit der Flugmaschinenfabrik von Gustav Otto zusammen und nannten sich zunächst „Bayerische Flugzeugwerke“, ab 1917 dann „Bayerische Motoren Werke“, passend dazu kamen weiß-blaue Landesfarben ins Firmenlogo. Erst ein gutes Jahrzehnt später begann die Autoproduktion in Eisenach. (Bild: Hersteller)
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BYD
Nette Markennamen gibt es auch in China: Das Kürzel BYD steht für „Build your dreams“, also „Baue deine Träume“. (Bild: Hersteller)
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Cadillac
Sehr interessant ist die Geschichte hinter dem Namen Cadillac: Das 1902 in Detroit gegründete Unternehmen hieß zunächst Henry Ford Company. Doch schon nach wenigen Monaten schmiss Chefingenieur Henry Ford die Brocken hin und gründete seine eigene Firma. Sein Nachfolger wurde Henry Leland. Leland wählte als neuen Namen Cadillac. So hieß der Mann, der im Jahr 1701 Detroit gegründet hatte: der Franzose Antoine de la Mothe Cadillac.
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Chevrolet
Eine der größten US-Automarken hat europäische Wurzeln: Louis Joseph Chevrolet wurde 1878 im schweizerischen La Chaux-de-Fond geboren und arbeitete in Frankreich bei der Autofabrik Mors. 1905 wanderte er zunächst nach Kanada aus, um in den folgenden Jahren in den USA als Rennfahrer Erfolge zu feiern. 1911 schuf General-Motors-Gründer William Durant eine neue Marke, die nach Chevrolet benannt wurde. Bereits zwei Jahre später trat der Namensgeber nach Meinungsverschiedenheiten aus dem Unternehmen aus.
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Citroën
Zu den ältesten Markenzeichen gehört der Citroën-Doppelwinkel. Als André Citroën im Jahr 1919 von Rüstungs- auf Autoproduktion umstellte, wählte er ein früheres Produkt seines Unternehmens als Logo: die doppelte Schrägverzahnung von Zahnrädern. Interessantes Detail am Rande: Von 1908 bis 1913 arbeitete Citroën bei der Firma Mors, wo einige Jahre zuvor bereits Louis Chevrolet tätig war.
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Dacia
Interessanter als das Emblem ist die Herkunft des Markennamens der Renault-Billigmarke: Dakien war eine Provinz des römischen Reiches im Gebiet des heutigen Rumänien. Errichtet wurde das Dacia-Werk im Jahr 1952, ab Ende der 1960er-Jahre baute man Renault-Modelle in Lizenz, die später eigenständig weiterentwickelt wurden. Seit 1999 gehört Dacia komplett zu Renault.
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Daihatsu
Seit dem Jahr 1998 besitzt Toyota die Mehrheit an Daihatsu. Gegründet wurde das Unternehmen schon 1907 als „Hatsudoki Seizo Company“, zu deutsch „Motorenfabrik“. Diese Bezeichnung liefert das „Hatsu“ im heutigen Namen, während „Dai“ vom Schriftzeichen für Osaka, dem Unternehmenssitz abgeleitet ist.
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Fiat
Die vier Buchstaben des Namens Fiat stehen für „Fabbrica Italiana di Automobili Torino“, auf Deutsch „Italienische Automobilfabrik Turin“. Diese kaufte im Jahr 1899 die Firma eines gewissen Giovanni Batista Ceirano auf. Unter deren Mitarbeitern befand sich unter anderem Vincenzo Lancia, der 1906 seine eigene Fabrik gründete.
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Hyundai
Oberflächlich betrachtet, besteht das Hyundai-Logo nur aus dem Buchstaben H. Doch es soll symbolisch darstellen, wie sich Hersteller und Kunde die Hände reichen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1967, zunächst baute man den Ford Cortina in Lizenz. Das Wort Hyundai bedeutet „Modernität“. Der Gesamtkonzern ist in vielen Bereichen tätig, so gehört Hyundai zum Beispiel die größte Werft der Welt im südkoreanischen Ulsan.
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Infiniti
Nissan gründete seinen Nobelableger Infiniti im Jahr 1989 für den US-Markt, seit 2008 sind die Fahrzeuge auch in Westeuropa erhältlich. Der Markenname leitet sich vom englischen Begriff „Infinity“ für Unbegrenztheit her und wird oft fälschlicherweise mit Y am Ende geschrieben.
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Jaguar
Ursprünglich hieß die 1927 in Coventry gegründete Marke „Swallow Sidecars“, kurz SS. Jaguar war eigentlich nur der Beiname eines 1935 vorgestellten Modells. Doch nach 1945 war das Kürzel SS aus verständlichen Gründen nicht mehr tragbar, zumal die Nazis Coventry in Schutt und Asche gelegt hatten.
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Jeep
Um den Ursprung des Namens Jeep ranken sich die Legenden. Die am weitesten verbreitete Version lautet, dass die US-Soldaten das Kürzel GP für „General Purpose“ (genereller Verwendungszweck) zu „Jeep" verballhornten. Allerdings nutzte nur Ford offiziell die Bezeichnung GP. Am wahrscheinlichsten ist daher eine zweite Version: Die GIs waren von dem neuen Gefährt und seinen Geländeeigenschaften so angetan, dass sie es nach „Eugene, the Jeep“, einem fiktiven Fabelwesen aus den Popeye-Comics, welches überall durch- und hinkam, tauften. Im Februar 1941 tauchte das Wort „Jeep“ erstmals in der Presse auf.
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Kia
Seit dem Jahr 1998 ist die südkoreanische Marke Kia ein Teil des Hyundai-Konzerns. Der Name Kia basiert auf den so genannten Hanja, das sind chinesische Schriftzeichen, die in Südkorea verwendet werden: „ki“ steht für aufsteigen und „a“ für Asien. Kia heißt also „der Aufstieg Asiens“.
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Lada
Die Lada-Stadt Togliatti wurde mitsamt einer riesigen Autofabrik Mitte der 1960er-Jahre aus dem Boden gestampft und bekam den Namen eines italienischen KP-Funktionärs. Bis heute wird dort noch die weiterentwickelte Variante des Fiat 124 montiert, der auf dem osteuropäischen Markt anfangs nach den Wolga-Schiffchen „Shiguli“ genannt wurde. Der Name Lada, russisch für „Liebchen“, wurde lange nur für den Export nach Westeuropa benutzt.
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Lancia
Anno 1906 gründete Vincenzo Lancia seine Automobilfirma, die schnell für fortschrittliche Fahrzeuge stand. Das Logo beinhaltete in früheren Ausführungen eine Lanze neben dem Firmennamen, denn genau das heißt Lancia auf Deutsch. Heute erinnert nur noch ein angedeuteter Mittelstrich daran.
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Lexus
Mitte der 1980er-Jahre machte sich die Werbeagentur Saatchi & Saatchi Gedanken für einen Namen, den der geplante noble Toyota-Ableger in den USA tragen könnte. Aus 219 Vorschlägen schaffte es „Alexis“ nach ganz oben, denn zeitgleich war die Figur der Alexis Carrington in der TV-Serie Denver-Clan populär. Aus „Alexis“ wurde später „Lexus“. Der Begriff soll für Luxus und Eleganz stehen, offiziell hat er aber keine tiefergehende Bedeutung.
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Lincoln
Erinnern Sie sich noch an Henry Leland, den Gründer von Cadillac? Nachdem er die Marke verlassen hatte, gründete er mit seinem Bruder Wilfred 1920 die Firma Lincoln. Leland wollte damit den US-Präsidenten ehren, der während seiner Kindheit lebte. Nur zwei Jahre später war die Firma Lincoln fast bankrott, Hilfe kam ausgerechnet von dem Mann, den Leland einst bei Cadillac beerbte: Henry Ford.
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Lotus
Was haben die Lotus-Sportwagen mit der gleichnamigen Wasserpflanze zu tun? Colin Chapman begann im Jahr 1947 mit dem Bau abgespeckter Spezialmodelle, 1952 gründete er Lotus. Warum der Name gewählt wurde, ist bis heute unklar. Viele vermuten dahinter den Kosenamen für Chapmans Ehefrau Hazel, andere einen Bezug auf fernöstliche Mystik.
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Maybach
Viele denken bei Automobil-Pionieren an das Gespann Daimler und Benz, doch mindestens auf Augenhöhe stand Wilhelm Maybach. Der Ingenieur konstruierte den ersten Mercedes mit vielen modernen Merkmalen. 1907 zog sich Maybach aus der Daimler-Motoren-Gesellschaft zurück, um mit dem Grafen von Zeppelin Motoren für Luftschiffe zu entwickeln. Als nach dem Ersten Weltkrieg keine Flugmotoren mehr produziert werden durften, stellte Maybach 1921 sein erstes Auto vor. Bis 1941 stand die Marke für absoluten Luxus, genau wie heute. Die Marke wurde im Jahr 2002 von Daimler für Autos reaktiviert.
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Mazda
Das japanische Unternehmen startete unter dem Namen Toyo Cork Kogyo 1920 mit der Korkverarbeitung. Der Name Mazda leitet sich von der Gottheit Ahura Mazda ab, klingt aber auch ähnlich wie der des Firmengründers Matsuda.
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Mercedes
Emil Jellinek war begeisterter Rennfahrer und gab bei Daimler häufig neue Modelle in Auftrag. Zudem war er auch Leiter der Daimler-Vertretung in Nizza. Das 35-PS-Modell von 1901 hielt Jellinek für so gelungen, dass er ihm den Vornamen seiner Tochter gab: Mercedes. Bei Rennen wählte er als Pseudonym ebenfalls oft „Monsieur Mercedes“. Im Jahr 1926 fusionierte Daimler mit Benz zu Daimler-Benz, die Autos hießen jedoch stets Mercedes-Benz oder umgangssprachlich Mercedes. So ist es bis heute, obwohl der Konzern mittlerweile nur noch Daimler heißt.
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Mitsubishi
1870 gründete ein Herr Iwasaki in Japan ein Schifffahrtsunternehmen, an dem die Familie Yamanouchi beteiligt war. Der Name Mitsubishi und das Logo entstanden 1873 aus den Wappen der Familien: drei Rauten (japanisch „mitsu-hishi“, aus „hishi“ wurde später im Sprachgebrauch „bishi“) und drei Eichenblätter. Zum Mitsubishi-Konzern gehören rund 200 Unternehmen, darunter natürlich der Autobauer, aber auch Schwerindustrie und Brauereien.
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Nissan
Die Anfänge von Nissan reichen in das Jahr 1912 zurück. Damals schraubten die Herren Den, Aoyama und Takeuchi ihr erstes Versuchsauto zusammen. Zwei Jahre später folgte ein richtiges Auto namens DAT, den Anfangsbuchstaben der Nachnamen des Trios. 1931 sollte ein Auto namens Datson (Sohn des DAT) auf den Markt kommen. Da „son“ auf japanisch auch „Verderben“ heißt, entschied man sich für „sun“, die Sonne, passend zur japanischen Flagge. Schon 1928 entstand die Firmen-Holding „Nihon Sangyo“, kurz Nissan. Erst 1981 wurde der Markenname Datsun zugunsten von Nissan aufgegeben.
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Opel
Adam Opel wollte nie Autofabrikant werden. 1863 gründete er eine Nähmaschinenfabrik, 1897 kamen Fahrräder dazu. Erst nach Adams Tod im Jahr 1895 begannen Adams Söhne mit der Autoproduktion. Sie übernahmen die Motorwagenfabrik von Friedrich Lutzmann in Dessau. 1898 erschien der erste Opel nach „System Lutzmann“. Im Jahr 1928 übernahm General Motors den Opel-Konzern, der noch bis 1940 Fahrräder verkaufte.
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Rolls-Royce
Anno 1903 erwarb Henry Royce, ein bedeutender britischer Geschäftsmann, sein erstes Auto. Doch irgendetwas muss ihm nicht gepasst haben, denn schon 1904 kam das erste Auto mit dem Namen Royce auf den Markt. Dieses Gefährt erregte das Interesse von Charles Rolls, einem Kaufmann, der Autos aus dem Rest Europas nach England brachte. Rolls war auch Flugpionier. Als er 1910 abstürzte, wurde das Logo mit dem Doppel-R schwarz eingefärbt.
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Saab
Die Marke Saab hat ihre Ursprünge im Flugzeugbau, das findet sich auch im Namen wieder: Saab steht für „Svenska Aeroplan Aktiebolaget“, was soviel wie Schwedische Flugzeug AG bedeutet. Im Jahr 1947 wurde der Automobilbau aufgenommen. Die Luftfahrtsparte ist übrigens schon seit längerer Zeit selbstständig.
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Seat
1953 lief bei der spanischen „Sociedad Española de Automóviles de Turismo“, kurz Seat. Das erste Seat-Modell war ein Fiat-Lizenzbau. Gegründet wurde das Unternehmen schon 1950.
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Skoda
Lange Namen sind meist störend, so auch in diesem Beispiel: Die „Akciova Spolecnot Skodovy Zavody“ war eines der ganz großen Industrieunternehmen des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Markenname in Skoda geändert und der Hauptsitz nach Pilsen verlegt. 1925 übernahm Skoda die Automobilfabrik Laurin & Klement in Mlada Boleslav, ab 1929 bekamen alle Autos den Namen Skoda. Seit 1991 gehört Skoda zum VW-Konzern.
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Smart
Der Name Smart steht für „Swatch Mercedes Art“ und erinnert an die Ursprünge des Mikro-Mobils. Die ursprüngliche Idee hatte der Schweizer Uhren-Revoluzzer und Swatch-Erfinder Nicolas Hayek. Er verließ das Smart-Projekt aber noch vor der Serienreife.
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Subaru
Im Jahr 1953 schlossen sich in Japan sechs Unternehmen zum Konzern „Fuji Heavy Industries“ zusammen. Im Jahr darauf folgte das erste Auto mit dem Namen Subaru. Der japanische Begriff für Vereinigung bezeichnet auch das Sternbild der Plejaden. Dessen sechs Sterne finden sich im Markenzeichen wieder und stehen für die am Zusammenschluss beteiligten Firmen.
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Tesla
Wer in Physik aufgepasst hat, weiß, welcher Name bei den Elektroauto-Pionieren von Tesla Motors Pate stand. Nikolai Tesla war ein serbischstämmiger Ingenieur, dem wir unzählige Erfindungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik verdanken, darunter die erste Fernbedienung der Welt.
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VW
Die Urversion des VW-Logos befand sich in einem Zahnrad und ähnelte dem Zeichen der NS-Arbeitsfront, die den Käfer als „KdF-Wagen“ für sich vereinnahmte. Von der namensgebenden NS-Organisation „Kraft durch Freude“ wurde 1937 die „Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH“ (Gezuvor) gegründet, die man 1938 in Volkswagenwerk GmbH umbenannte. Erst nach dem Krieg wurden das VW-Zeichen und der Markenname Volkswagen in seiner heutigen Form geschützt.
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Volvo
Der Name Volvo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „ich rolle“. Das erste Auto mit diesem Namen lief im April 1927 vom Band.
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Alfa Romeo
Alfa hat nichts mit dem Buchstaben Alpha des griechischen Alphabets zu tun, sondern ist eine Abkürzung. Im Jahr 1910 wurde in Mailand die „Anonima Lombarda Fabbrica Automobili“, kurz A.L.F.A. gegründet, ab 1915 beteiligte sich der Geschäftsmann Nicola Romeo an der Firma und übernahm die Leitung.
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Auto
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Auto
Ein anderer Experte für Autobezeichnungen, der Leiter der Kölner Agentur Endmark, kennt noch einen weiteren Anreiz für die Spitznamen von damals: „Vor allem die bekamen einen, die keinen richtigen Namen hatten“, erklärt Bernd Samland. Das Model T von Ford wurde so zur Tin Lizzy (Blechliesel), der T1 von VW zum Bulli.
Egal ob die Namen liebevoll gemeint waren oder despektierlich, verkaufsfördernd waren sie nach Einschätzung der Experten allemal. Nur die Hersteller erkannten dies nicht immer: „Den Namen Käfer hat man bei Volkswagen gemieden wie der Teufel das Weihwasser“, sagt VW-Historiker Kittler. „Er war einfach zu verniedlichend für ein Fahrzeug, das im Deutschland der 50er Jahre fast 30 Prozent des Pkw-Marktes ausmachte.“ Später besann man sich und griff zumindest zur englischen Bezeichnung, als 1997 der New Beetle vorgestellt wurde. Auch der spöttische Name Erdbeerkörbchen habe der einstigen Popularität des Golf Cabrio keinen Abbruch getan, sagt Kittler.
Die lustigsten Automarken-Witze
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Die lustigsten Automarken-Witze
BMW
Bei Mercedes weggeworfen
Bayerischer Müllwagen
Bring mir Werkzeug
Foto: dpa
Fiat
Fehler in allen Teilen
Fahren im Auftrag des Todes
Ferrari in aktueller Tarnung
Für Idioten allgemein tauglich
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Honda
Heute ohne nennenswerte Defekte angekommen
Hält ohnehin nur drei Ampeln
Foto: Honda
Lada
Läuft auch durch Anschieben
Letzter auf der Autobahn
Foto: Lada
Mazda
Mein Auto zerstört deutsche Arbeitsplätze
Mein Auto zieht der Abschleppdienst
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Opel
Ordinärer Pfusch eines Lehrlings
Ohne Plan einfach losgebaut
Ohne Power ewig Letzter
Offensichtlich Prolet, eventuell Landwirt
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Seat
Schauen, einsteigen, aussteigen, trampen
Foto: dpa
VW
Völlig wertlos
Vergammelter Wagen
Verrottetes Wrack
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Audi
Auch unter Deppen indiskutabel
Automobiler Unsinn deutscher Ingenieure
Foto:
dpa
Auto
Auto
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Auto
Auto
Auto
Die Gegenwart bringt auch noch Spitznamen
Gleiches dürfte für das Hängebauchschwein von BMW gelten, schätzt BMW-Sprecher Friedbert Holz. Die Bezeichnung für den 1er findet er „wenig schmeichelhaft“, doch ebenso wenig imageschädigend. Die Bezeichnung erhielt der kleine Münchener wegen seiner gewölbten Falte im Blech über den Seitenschwellern.
Eher ein Ladenhüter hierzulande war der Fiat Multipla: Der Wagen wurde auch schon Fiat Ugly genannt, wahrscheinlich weil er vielen wohl tatsächlich zu hässlich war. „Designunfall“, nennt Bernd Samland den Wagen mit der eigenartig gestalteten Front.
Die beliebtesten Automarken der Frauen
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Die beliebtesten Automarken der Frauen
2. Platz: Daihatsu
Auch die Japaner stehen bei Frauen ganz hoch im Kurs. Gleich drei Marken schaffen es in die Top Ten. 48,2 Prozent aller bislang in diesem Jahr verkauften Daihatsu wurden auf Frauen zugelassen.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
Foto: Hersteller
3. Platz: Peugeot
Bei Peugeot hat der Frauenanteil etwas abgenommen: 2009 erreichten die Frauen bei den Zulassungszahlen noch 48,6 Prozent, 2010 sind es bislang rund 45 Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
4. Platz: Fiat
Insbesondere der Fiat 500 hat bei den Italienern sicherlich viele Frauenherzen erobert. 44,9 Prozent aller bislang in 2010 verkauften Fahrzeuge gingen an eine Dame.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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5. Platz: Chevrolet
Chevrolets sind bislang Exoten auf Deutschlands Straßen. Die Frauen scheint das wenig zu stören. Ihr Anteil unter den Käufern liegt 2010 bei 43,7 Prozent. 2009 waren es sogar 48 Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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6. Platz: Suzuki
Und hier kommt der nächste Japaner: Suzuki hat vor allem mit dem Swift einen knuffigen City-Flitzer im Programm. Eher ist dagegen der neue Kizashi (Bild). Er dürfte an der Frauenquote von 43,2 Prozent allerdings nicht so schnell etwas verändern.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
7. Platz: Nissan
Sogenannte SUVs wie der Nissan Murano (Bild) stehen bei Frauen inzwischen hoch im Kurs. Sie sind übersichtlich und vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Aber auch der kleine Micra dürfte bei den Damen recht gut ankommen. Jedenfalls wurden 2010 42,1 Prozent aller Nissan-Fahrzeuge auf Frauen zugelassen.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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8. Platz: Hyundai
Kein Japaner, aber ein Koreaner ist der Hyundai. Besonders häufig ist hierzulande der Golf-Rivale i30 (Bild) zu sehen. Insgesamt erreichen die Frauen bei Hyundai in diesem Jahr bislang 42,1 Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
9. Platz: Ford
Auch der Kölner Autobauer steht bei den Frauen hoch im Kurs. Focus, Galaxy, Mondeo & Co. sind ja ideale Familientransporter. 39,8 Prozent der Fahrzeuge wurden 2010 auf Frauen zugelassen.
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10. Platz: Seat
Feurige Südländer sind offenbar nicht nur im Urlaub beliebt. Frauen entscheiden sich auch beim Autokauf für sie. Bei Seat macht das bislang 39,6 Prozent. 2009 waren es noch 43,6 Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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24. Platz: Audi
Bedauerlich ist die Tatsache, dass der Frauenanteil bei den teuren Automarken gravierend abfällt. Bei der Premiummarke Audi werden gerade mal 26,8 Prozent der Fahrzeuge auf Frauen zugelassen. Ein Lifestyle-Flitzer wie der neue Audi A1 wird das vielleicht ändern. Bislang belegen die Ingolstädter gerade mal Platz 24.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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25. Platz: BMW
Durch den BMW 1er oder den X3 hätte man bei BMW doch einen höheren Frauenanteil erwartet. Sie kommen bislang in diesem Jahr aber nur auf 26,7 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es noch 29,3 Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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34. Platz: Porsche
Prestige spielt wohl in erster Linie für Männer bei der Fahrzeugwahl eine größere Rolle. Anders lassen sich die 18,8 Prozent der weiblichen Porsche-Zulassungen in diesem Jahr nicht erklären.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
35. Platz: Bentley
Mit 18,8 Prozent ist die Frauenquote bei Bentley erstaunlich hoch. Insbesondere im Vergleich zu...
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
37. Platz: Mercedes
... Mercedes. Trotz diverser Kompakt-, City- und Kombi-Modelle wurden in diesem Jahr nur 16,9 Prozent der Fahrzeuge mit dem Stern auf Frauen zugelassen. Im Gegensatz zu Audi oder BMW haben die Stuttgarter aber auch typische Handwerker- und Taximodelle im Programm. Diese dürften den Frauenanteil kräftig senken.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
40. Platz: Lamborghini
Wer hat schon mal eine Frau am Steuer eines Lamborghini gesehen? So viele können es nicht sein, da in diesem Jahr bislang nur 9,4 Prozent aller Sportflitzer auf Frauen zugelassen wurden.
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41. Platz: Lotus
Wer einen Lotus fährt, bringt in der Regel eine gewisse Enthaltsamkeit mit. Eine komfortable Federung oder Sicherheitsausstattungen wie ESP sucht man hier häufig vergebens. Kein Wunder also, dass gerade mal 8,5 Prozent der britischen Sportflitzer auf Frauen zugelassen wurden.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
42. Platz: Ferrari
Fiat mag ja bei den Frauen beliebt sein, Konzernschwester Ferrari ist dagegen nicht ganz so angesagt. Gerade mal 7,5 Prozent aller Supersportwagen wurden hierzulande auf Frauen zugelassen.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
43. Platz: Aston Martin
Jetzt hat Aston Martin mit dem Rapide schon einen praktischen Viertürer im Programm und trotzdem wollen ihn sich die Damen nicht leisten. Der Frauenanteil liegt hier gerade mal bei sechs Prozent.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
44. Platz: Rolls-Royce
Die Entwicklung der Frauenquote bei Rolls-Royce ist irgendwie seltsam. 2006, 2007 und 2008 wurde hierzulande kein einziger Edel-Brite auf eine Dame zugelassen. Nur 2009 erreichten sie immerhin 14,3 Prozent. In diesem legen sie dagegen wieder eine Nullrunde ein.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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1. Platz: Mini
Für viele Auto-Fans ist dieses Ergebnis sicherlich keine Überraschung: Das klassische Frauenauto ist der Mini. 53,8 Prozent aller verkauften Fahrzeuge der BMW-Tochter wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 auf Frauen zugelassen.
Quelle: CAR Universität Duisburg-Essen
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Auto
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Doch gerade solche Autos sind es, die aus dem Einheitsbrei herausragen und auch heute noch zu Beinamen animieren. „Spitznamen verleihen einem Auto Persönlichkeit, in Zeiten, wo Autos immer verwechselbarer werden“, meint Kittler. Doch wahre Charakterköpfe sind Mangelware: „Wenn selbst Kleinwagen aussehen wie die Großen – was will man da noch Kosenamen erfinden?“, fragt der Kreative Lindla.
Dass Spitznamen wohl nie ganz aussterben und auch manchmal Autos gewidmet werden, die noch gar nicht im Verkauf sind, zeigt der für 2013 geplante Porsche Cajun: Baby-Cayenne wird er schon genannt, denn er sieht aus wie der kleine Bruder vom großen SUV Cayenne. (dpa)
Diese Automarken gibt es nicht mehr
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Diese Automarken gibt es nicht mehr
Rover
Die Firma zählte zu den traditionsreichsten britischen Autoherstellern. In den 1960er Jahren wurde sie Teil der British Leyland Motor Corporation, später wurde sie von BMW übernommen. 2005 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Ein bekanntes Rover-Modell ist der P6 (im Bild), der von 1963 bis 1977 gebaut wurde und den es auch mit einem 3,5-Liter-V8 gab, der von Chrysler übernommen wurde.
Foto: Autonews
Pontiac
Die Anfänge des US-Herstellers mit dem Indianerkopf-Logo gehen auf das Jahr 1899 zurück. 1907 fusionierten die Pontiac Spring & Wagon Works Company und die Oakland Motor Company zur Oakland Motor Car Company. 1909 erwarb General Motors (GM) die Hälfte der Firmenanteile. Zuerst wurden Fahrzeuge unter dem Label Oakland hergestellt. Erst ab 1926 gab es den ersten Pontiac. Die Marke etablierte sich als sportliche und recht günstige Alternative im GM-Konzern. Aushängeschilder von Pontiac waren Modelle wie der Bonneville (Bild), der Firebird oder der GTO, der als Begründer der Muscle-Car-Welle gilt. Trotz der schillernden Geschichte ließ GM die Marke 2010 sterben.
Foto: Autonews
Oldsmobile
Unter der US-Marke Oldsmobile wurden ab 1897 Autos produziert. Die Firma gehörte bis zu ihrer Einstellung im Jahr 2004 zu den ältesten Automarken der Welt. Gründer war Ransom Eli Olds, der seine Firma zunächst R. E. Olds Motor Car Company nannte. Bereits 1908 stieg General Motors ein. Der Konzern schloss das Kapitel Oldsmobile, weil immer weniger Autos verkauft wurden. In der Muscle-Car-Ära der 1960er-Jahre hatte die Firma mit dem 442 ein ganz besonders heißes Eisen im Feuer. Der von 1965 bis 1970 gebaute Toronado (Bild) ging in die Geschichte als bis dato größter serienmäßig frontgetriebener Pkw der USA ein.
Foto: Autonews
Matra
Matra wurde 1941 gegründet. Anfang der 1960er-Jahre übernahm die Firma den Autohersteller Automobiles René Bonnet. Bonnet stellte Rennwagen und Kleinserien von Sportwagen her. Um das Jahr 1970 überließ Matra den Vertrieb Simca, eine Marke, die zum Chrysler-Konzern gehörte. Die Autos hießen dann Matra-Simca-Chrysler. 1979 verkaufte Chrysler seine Frankreichsparte an den aus Peugeot und Citroën bestehenden PSA-Konzern, der aber mit Matra nichts anfangen konnte, weswegen die Marke an den ursprünglichen Matra-Konzern zurückging. Peugeot ersetzte den Markennamen Simca durch den Namen Talbot, die Matras wurden in den Folgejahren als Talbot Matra verkauft. 1983 endete die Zusammenarbeit mit PSA, und eine Ära mit Renault begann, die 2003 mit der Matra-Insolvenz endete.
Foto: Autonews
Edsel
Zu Beginn der 1950er-Jahre hatte der Ford-Konzern ein Problem: Es fehlte ein Bindeglied zwischen der Einstiegsmarke Ford und den luxuriöseren Mercury-Modellen. Dieses sollten Mittelklasse-Modelle der Marke Edsel werden. Edsel Ford war der 1943 verstorbene einzige Sohn von Henry Ford und Vater von Henry Ford II. Die Fahrzeuge der 1957 vorgestellten neuen Marke sollten ein Design haben, das sich von der Masse abhebt. Die Presse äußerte sich bisweilen abfällig. Der Kühlergrill wurde unter anderem als „Toilettensitz“ bezeichnet. Bereits 1960 stampfte Ford die Marke Edsel wieder ein.
Foto: Autonews
DAF
Ab 1949 bauten die Niederländer nur Lkw, ab 1958 mit dem DAF 600 auch den ersten Pkw. Eine Kuriosität war die stufenlose Keilriemenautomatik „Variomatic“, womit die Fahrzeuge so schnell rückwärts wie vorwärts fahren konnten. Der abgebildete DAF ist das ab 1961 gebaute Modell 30, auch Daffodil genannt. 1975 wurde die DAF-Pkw-Sparte von Volvo gekauft. Die letzten DAF-Exemplare wurden 1976 verkauft. Die Lkw-Marke DAF existiert noch heute und gehört zum US-Konzern Paccar.
Foto: Autonews
Autobianchi
Sieht aus wie ein Fiat 500 und ist im Prinzip auch einer – allerdings eine Kombiversion. Sie heißt Giardiniera und wurde über die Marke Autobianchi verkauft. Autobianchi wurde im Jahr 1955 von Eduardo Bianchi, der unter seinem Namen schon ab 1905 Autos baute, und Fiat gegründet. Ein bekanntes Modell der Fiat-Tochter war der A112 von 1969, der bereits die Technik des späteren Fiat 127 vorwegnahm und später auch als Lancia A112 verkauft wurde. Die Marke Autobianchi überlebte nur bis 1982.
Foto: Autonews
Austin-Healey
1945 gründete Donald Healey die Donald Healey Motor Company. Healey konstruierte den Roadster Healey 100, der besonders auf den US-Markt abzielen sollte. Bei BMC, der British Motor Corporation, die 1952 aus dem Zusammenschluss der Firmen Austin und Nuffield Organisation entstand, wurde man auf den Healey 100 aufmerksam. Im BMC-Konzern war Austin die vorherrschende Marke. Der Roadster wurde von 1953 bis 1959 unter dem Markennamen Austin-Healey 100 gebaut.
Foto: Autonews
Sunbeam
Die britische Marke Sunbeam wurde als Fahrradhersteller gegründet. 1899 startete die Autoproduktion. Schon 1919 kaufte die französische Firma A.DARRACQ & Co Ltd die Marken Sunbeam und Talbot, um daraus 1920 Sunbeam-Talbot-Darracq (STD) zu machen. 1935 war STD Pleite. Die Rootes-Gruppe, ein Zusammenschluss verschiedener britischer Hersteller übernahm die Firma, deren Autos nun Sunbeam-Talbot hießen. Mit dem Jahr 1953 wurde der Name Sunbeam wieder alleine genutzt. In den 1960er-Jahren übernahm Chrysler das Zepter. Das letzte Sunbeam-Modell war der Chrylser Sunbeam von 1977.
Foto: Autonews
Simca
Das französische Unternehmen Simca wurde 1934 von Henri Théodore Pigozzi gegründet. Zunächst produzierten die Franzosen Fiat-Modelle in Lizenz. 1954 übernahm Simca die Ford Société Anonyme France und stellte auch Ford-Modelle in Lizenz her. Zu den eigenen Modellen gehörten Fahrzeuge wie der Simca Aronde (1951), Ariane (1957), Simca 1000 (1961) sowie 1300/1500 (1963) und 1100 (1967). 1958 kaufte Chrysler 15 Prozent der Simca-Aktien. 1959 kaufte Simca die französische Firma Talbot-Lago. 1971 gehörten fast 100 Prozent von Simca zu Chrysler. 1978 ging Simca an den PSA-Konzern unter Führung von Peugeot. Die Modellreihen liefen noch bis 1986 unter dem Markennamen Talbot vom Band.
Foto: Autonews
Saturn
Saturn wurde von General Motors (GM) 1990 als Billigmarke ins Leben gerufen. Nach dem Konkurs von GM wurde die Produktion von Saturn-Modellen im Jahr 2009 eingestellt. Die von 1991 bis 2002 produzierte S-Series von Saturn wurde zunächst in Eigenregie entwickelt. Danach folgten Derivate anderer Konzern-Marken. So war der Saturn Aura mit dem Opel Vectra C verwandt. Wem das Fahrzeug auf dem Bild bekannt vorkommt: Es handelt sich um einen Saturn Astra, der auf dem Opel Astra H basierte.
Foto: Autonews
NSU
Ein deutscher Fahrrad-, Motorrad-, Automobil- und Motorroller-Hersteller, der 1873 in Riedlingen von Christian Schmidt und Heinrich Stoll gegründet wurde. Die Verlegung des Firmensitzes 1880 nach Neckarsulm brachte den Firmennamen mit sich, NSU ist eine Kurzform für Neckarsulm. 1969 folgte die Fusion mit der Auto Union zur „Audi NSU Auto Union“, die 1985 in Audi umbenannt wurde.
Foto: Stahlkocher/Wikimedia
Karmann
Der traditionsreiche Autobauer stellte vor allem Cabrios und Coupés her, darunter legendäre Fahrzeuge wie den Karmann Ghia für VW.
Foto: picture-alliance/ dpa
Auch die Cabrio-Versionen des Käfers und später des Golfs sowie unter anderen das Mercedes CLK Cabriolet liefen von den Karmann-Produktionsbändern. 2010 musste Karmann Insolvenz anmelden, weil Aufträge ausblieben. VW übernahm große Teile des Werks und will 2011 die Fahrzeugproduktion neu starten.
Foto: dpa
Hanomag (1904 - 1974)
Der Markenname leitet sich ab von der Kurzform des eher länglichen Firmennamen „Hannoverische Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals Georg Egestorff“. Der Markenname entstand 1904, als Erich Metzeltin die Telegrafenadresse aus Kostengründen auf Hanomag verkürzte. Das Unternehmen wurde 1971 von Daimler-Benz übernommen, der Markenname „Hanomag Henschel“ 1974 aber endgültig aufgegeben.
Foto: Stefan Kühn/Wikimedia
Trabant
Der „Volkswagen der DDR“ gilt inzwischen als Auto mit Kultstatus. Von 1957 bis 1991 rollten im sächsischen Zwickau mehr als drei Millionen Autos der Marke Trabant vom Band.
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Wartburg
Wartburg leitet sich von der gleichnamigen Burg am Produktionsstandort Eisenach ab. Dort wurden von 1956 bis 1991 verschiedene Typen produziert. Im Eisenacher Werk wurden schon ab 1898 Fahrzeuge hergestellt. 1928 war es ein Zweigwerk von BMW. 1946 wurde es der sowjetischen Awtowelo AG angegliedert und 1952 verstaatlicht. Das VEB Automobilwerk Eisenach produzierte bis 1965 die Modelle Wartburg 311, 312 und 313. Dann folgte der 353 (im Bild), aus dem 1988 der Wartburg 1.3 wurde. Das Modell wurde mit einem 1,3-Liter-Vierzylinder von VW ausgerüstet. Die Ostdeutschen wollten nach der Wiedervereinigung 1990 vorwiegend West-Autos, Westdeutsche mieden die Ost-Autos. Das Ende von Wartburg war besiegelt.
Foto: Autonews
NSU
Ein deutscher Fahrrad-, Motorrad-, Automobil- und Motorroller-Hersteller, der 1873 in Riedlingen von Christian Schmidt und Heinrich Stoll gegründet wurde. Die Verlegung des Firmensitzes 1880 nach Neckarsulm brachte den Firmennamen mit sich. 1969 folgte die Fusion mit der Auto Union zur „Audi NSU Auto Union“, die 1985 in Audi umbenannt wurde. 1967 präsentierte Marke dennoch heute modern wirkenden, wankelmotorangetriebenen Ro80 (im Bild). Der Markenname NSU wurde nach dem Produktionsende des Ro80 1977 nie wieder verwendet.
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Horch
August Horch, ehemaliger Leiter der Abteilung Motorwagenbau bei Carl Benz, gründete 1899 in Köln die Firma „A. Horch & Cie.“. Zwei Jahre später stellte er bereits das erste selbstentwickelte Auto her. Streitigkeiten mit seinen Teilhabern führte zur Gründung der „August Horch Automobilwerke GmbH“, die aufgrund von Namensstreitigkeiten in Audi umbenannt wurde. Ab 1932 gehörte auch Audi zur Auto Union.
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Borgward
Auch wenn die Borgward-Geschichte bis zum Jahr 1920 zurückgeht, sind vor allem Pkw und Lkw bekannt, die ab 1939 gebaut wurden. Gründer der Firma war Carl Friedrich Wilhelm Borgward. Seine Firma geriet 1960 in massive finanzielle Schwierigkeiten. 1961 war Borgward insolvent. Aus dem Programm des Herstellers sticht vor allem die von 1954 bis 1961 produzierte Isabella heraus. Im Bild oben ist die Coupé-Version von 1957 zu sehen.
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DKW
Die Firma DKW geht auf eine Maschinen- und Apparatefabrik zurück, die 1904 in Chemnitz gegründet wurde. Unter dem Namen DKW wurden ab 1922 zunächst Motorräder produziert. 1927 entstanden die ersten DKW-Modelle. Der Durchbruch gelang Anfang der 1930er-Jahre mit dem frontgetriebenen DKW F1 („Front“). 1932 fusionierten der Kleinwagen- und Motorradproduzent Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG mit der Marke DKW, Audi, Horch und Wanderer zur Auto Union. Nach dem zweiten Weltkrieg endete das DKW-Kapitel in der DDR. Im Westen ließ man die Auto Union wieder aufleben und produzierte beispielsweise ab 1950 den DKW F89 „Meisterklasse“. Letztes Modell war 1963 der F102, der bis 1966 gebaut wurde.
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Hummer
Unter dem Namen Hummer verkaufte General Motors (GM) ab 1999 eine zivile Version des vom Militär genutzten High Mobility Multipurpose Wheels Vehicle. Dessen Abkürzung lautet HMMWV, auch Humvee genannt, woraus sich „Hummer“ ableitet. Entwickelt wurde das Fahrzeug von der Firma AM General, die den Offroader selbst schon ab 1992 als Straßenversion anbot. Unter GM-Regie wurde das Modellprogramm erweitert. 2003 folgte der Hummer H2 (im Bild jeweils außen). 2006 kam der H3 (Bild: Mitte) auf den Markt. Drastische Verkaufseinbrüche im Jahr 2008 führten dazu, dass GM die Marke Hummer im Jahr 2010 aufgab.
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Autonews
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