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„Divas – Die Show“: Die Show mit dem Schreibfehler

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Dolly Partons Doppelgängerin singt und tanzt im Estrel-Hotel. Und mit ihr noch weitere Diven. Die beiden Tänzer sind die einzigen Männer in der Show.
Dolly Partons Doppelgängerin singt und tanzt im Estrel-Hotel. Und mit ihr noch weitere Diven. Die beiden Tänzer sind die einzigen Männer in der Show.
 Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit
Berlin –  

Am Sonnabend wurde im Estrel-Hotel an der Neuköllner Sonnenallee die Premiere von „Divas – Die Show“ gefeiert. Bis zum 26. Januar singen die Diven-Doppelgängerinnen Amy Winehouse, Diana Ross, Donna Summer, Barbra Streisand, Aretha Franklin und Dolly Parton.

Die Plakate sind gedruckt, der Fehler lässt sich nicht mehr beheben. Bernhard Kurz, dem Produzenten der Doppelgängershow „Stars in Concert“, scheint die Sache auch ein wenig peinlich zu sein. In Anlehnung an den alten Werbeslogan „Wir können alles außer Hochdeutsch“ (der, wenn man ihn genau bedenkt, doch wirklich eine schlimme Angeberei ist) sagt Kurz also: „Wir Schwaben sind des Deutschen nicht so mächtig.“ Er bezieht sich auf den falschen Plural im Titel seiner aktuellen Produktion „Divas – Die Show“ und gibt zu: „Ja, es müsste Diven heißen...“

Am Sonnabend wurde im Estrel-Hotel an der Neuköllner Sonnenallee die Premiere der Schreibfehler-Show gefeiert. Bis zum 26. Januar singen die Diven-Doppelgängerinnen dort, dann verschwinden die peinlichen Plakate. Kurz freut sich, dass „Stars in Concert“ inzwischen im 16. Jahr läuft. Anfangs hieß die Show noch „Legends in Concert“, aber für diesen Titel musste er Lizenzgebühren zahlen, die er sich seit der Umbenennung spart. Ein Schwabe eben.
Geschäftlich lief es für Bernhard Kurz 2012 nach eigener Einschätzung „sensationell“ – er musste allerdings erfahren, dass die Leute ihre Eintrittskarten nicht mehr Wochen und Monate im Voraus kaufen: „Das passiert neuerdings sehr kurzfristig. Und besonders preissensibel sind die Leute auch geworden.“

Mit den Doppelgängerinnen von Amy Winehouse, Diana Ross, Donna Summer, Barbra Streisand, Aretha Franklin und Dolly Parton („Es hat mich eine Menge Geld gekostet, dermaßen billig auszusehen!“) bestreitet er noch fast den ganzen Januar: „Dann geht es mit der aktuellen Stars in Concert-Show bis Mitte Juni weiter. Danach möchte ich wieder was Thematisches machen, weiß aber noch nicht genau, was. Es ist gar nicht so einfach, sich da immer was Neues einfallen zu lassen.“ Er hätte Lust, mal wieder die großen Motown-Hits auf die Bühne zu bringen. Eine extra Frauenshow wie „Divas“ war seiner Meinung nach überfällig: „In den rockigen Stars in Concert-Shows gingen die Damen immer etwas unter. Jetzt gehört ihnen allein die Bühne.“ Sogar die Band besteht komplett aus Musikerinnen. Um den Damen im Publikum wenigstens den Anblick knackiger Herren zu bieten, gibt es ein männliches Zweipersonenballett.

Während Stars wie Barbra Streisand und Diana Ross als schwierig gelten (Bernhard Kurz: „Bei Diana Ross müssen die Backroundsängerinnen im Dunkeln stehen, das habe ich selbst schon gesehen.“), dürfen sich die Damen, die bei ihm in Neukölln singen, keine Allüren erlauben. Ihr Produzent: „Die kapieren, dass sie hier jemanden nachmachen und nicht selbst der Star sind.“ Jedenfalls fast alle: „Eine von ihnen ist allerdings wirklich ein bisschen zickig.“

Beim Premierenpublikum, darunter die Sängerinnen Joana Zimmer und Annemarie Eilfeld, Schauspielerin Lisa Riecken und Kabarettistin Gabi Decker, kam die neue Show sehr gut an. Playboyveteran Rolf Eden, dem ein anderer Gast die Geschäftsidee eines Viagra-Lieferservices aufschwatzen wollte, was ihn aber nicht vom Hocker riss, hatte seinen Spaß: „Ich amüsiere mich hier jedes Mal sehr. Bin auch heute wieder total begeistert.“ Filmproduzentin Alice Brauner war mit ihren 14-jährigen Zwillingen Ben und David gekommen. Wegen Mamas lautstark geäußerter Begeisterung für die Doubles von Amy Winehouse und Donna Summer („Die sind umwerfend!“) sorgte sie sich ein wenig, wie das wohl auf ihre Jungs wirken muss: „Meine Söhne schauen schon ganz komisch. Ich fürchte, die finden mich gerade voll peinlich.“

Die Tochter von Filmproduzent und Immobilienunternehmer Artur Brauner, gerät aber auch angesichts des sehr erfolgreichen Estrel-Hotels von Unternehmer Ekkehard Streletzki ins Schwärmen: „Mein Vater kann nur Hotels am Kudamm, Streletzki kann sogar Hotels in Neukölln. Dafür bewundere ich ihn sehr.“

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