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„Mehr Grün für Alle“ in Berlin: Demonstration gegen Senat, Investoren und Spekulanten

Sie sind empört – und haben für mehr Grün in der Stadt demonstriert.

Sie sind empört – und haben für mehr Grün in der Stadt demonstriert.

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Berliner Zeitung/Gerd Engelsmann

Die Botschaft der Bürgerinitiativen ist deutlich: Sie fordern „Mehr Grün für alle“ und protestieren gegen eine „investorengesteuerte Stadtentwicklungspolitik“ und Spekulanten. Etwa 700 Menschen haben am Freitag demonstriert und zogen vom Fehrbelliner Platz zur Behörde von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) und weiter zum Firmensitz der Investorengruppe Groth am Kudamm. Vor den Häusern von Müller und Groth stellten sie einen Kübel Pferdekot ab – laut Veranstalter „Politikermist“.

Die Bürgerinitiativen haben mittlerweile eine berlinweite Allianz gebildet, um den Druck auf Senat und Bezirke zu erhöhen. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Bauvorhaben der Groth-Gruppe in Lichterfelde-Süd (2500 geplante Wohnungen), am Mauerpark (650 Wohnungen) sowie in der Kleingartenkolonie Oeynhausen (700 Wohnungen).

„Wir wollen keinen Beton, wir wollen Bäume“, sagt Kleingartenchef Alban Becker. Heiner Funken von der Mauerpark-Allianz kritisiert, „dass die Politik den Weg bereitet, damit die Immobilienwirtschaft in den großen Topf greifen kann“. Funken kündigte ein Bürgerbegehren gegen die Baupläne am Mauerpark an.