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13-Jährige aus Marzahn: Polizei ermittelt gegen zwei Männer wegen Kindesmissbrauchs

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imago/Eibner

Nach der angeblichen Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen zwei Männer. Es gehe um den Verdacht, dass es vor dem Verschwinden des Mädchens einvernehmliche Sexualkontakte zu den Männern gab, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Dienstag der Berliner Zeitung.

Gegen die beiden Männer, die Anfang 20 sein sollen, wird wegen sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt. Die 13-Jährige gilt noch als Kind. Bislang war von Ermittlungen gegen einen Verdächtigen die Rede. „Was in der fraglichen Zeit passiert ist, konnten wir bislang aber nicht klären“, berichtete der Sprecher. Das Mädchen habe widersprüchliche Angaben gemacht.

Die Schülerin aus Marzahn-Hellersdorf war laut Polizei am 11. Januar 2016 als vermisst gemeldet worden und tauchte erst nach 30 Stunden wieder auf. Später kursierte im Internet das Gerücht von der Vergewaltigung durch eine Gruppe südländisch aussehender Männer.

Der Fall hat hohe Wellen geschlagen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den deutschen Behörden am Dienstag vorgeworfen habe, die Realität zu „übermalen“. (BLZ/dpa)