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31-jähriger Mann infiziert: Erster Zikavirus-Fall in Berlin

In Berlin ist der erste Fall einer Zikavirus-Infektion bekanntgeworden. Es handelt sich dabei um einen 31 Jahre alten Mann, der sich offenbar während einer Urlaubsreise nach Haiti infiziert hat. Nach seiner Rückkehr litt er unter Hautausschlägen, heißt es in einem Bericht der Gesundheitsverwaltung. Fieber hatte er nicht.

Der Patient meldete sich bei einem Arzt in Neukölln. Bei einer serologischen Untersuchung des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg wurde eine Zikavirus-Infektion diagnostiziert. Das Virus wird vor allem durch Mücken übertragen.

Nach Angaben des Mannes war sein Aufenthalt auf die Stadt Port-au-Prince beschränkt, heißt es im Epidemiologischen Wochenbericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Das Robert Koch-Institut bittet Reisende, sich bei Verdacht auf eine Zikavirus-Infektion in medizinische Behandlung zu begeben. Zika verbreitet sich derzeit in allen feuchten Regionen Süd- und Mittelamerikas. Eine Infektion ist vor allem für Schwangere gefährlich. Das Virus steht im Verdacht, Fehlbildungen bei Föten zu verursachen.