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Altkleidung: Weg mit der Tonne

Legal, illegal, ganz egal? Einer von Tausenden Altkleider-Containern.

Legal, illegal, ganz egal? Einer von Tausenden Altkleider-Containern.

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Imago

Berlin -

Mit alten Kleidern ist gut Geld verdienen. Entsprechend schnell wächst die Zahl der Altkleider-Container in der Stadt. Sehr zum Ärger vieler Bezirkspolitiker. Oft verkommen die Sammel-Stellen zu Schmutzecken, die Container werden beschmiert, manche stören Fußgänger und Radfahrer. Zudem nehmen es viele Aufsteller mit dem Gesetz nicht so genau. Für Behälter auf öffentlichem Grund müssten sie eine Genehmigung beantragen. Doch kaum einer tut das. Allein in Tempelhof-Schöneberg stünden 500 Container illegal auf öffentlichem Straßenland, sagt Stadtrat Oliver Schworck (SPD). Er geht jetzt rigoros gegen den Wildwuchs vor und lässt illegale Container abräumen. Die ersten 20 wurden schon kassiert, nächste Woche ist eine weitere Aktion geplant.

Viele dubiose Unternehmer

Bis zu 10.000 Altkleider-Container stehen in Berlin, schätzt das Deutsche Rote Kreuz. Das DRK hat 1100 Sammelbehälter aufgestellt. Die meisten stehen auf Privatgrund, wo sie keiner Genehmigung bedürfen. Neben karitativen Organisationen sammeln viele Firmen, die Alttextilien ins Ausland verkaufen oder weiterverarbeiten. Auf dem lukrativem Markt tummeln sich viele dubiose Unternehmer. "Die versuchen mit allen Kniffs und Tricks an gute Ware zu kommen", sprich an tragbare Textilien, sagt Andreas Voget vom Dachverband FairWertung, der den Altkleider-Markt beobachtet. Zu den Tricks gehört, dass für den Spender oft nicht ersichtlich ist, wer wirklich für einen guten Zweck sammelt. Und: "Illegale Container schießen wie Pilze aus dem Boden."

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