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Am Ernst-Reuter-Platz vor die U-Bahn geschubst: Tod von Amanda K.: Verdächtiger war bis Ende 2015 in Psychiatrie

Blumen, Kerzen, Briefe: Die Trauer um Amanda K. prägt auch den Ort des Geschehens.

Blumen, Kerzen, Briefe: Die Trauer um Amanda K. prägt auch den Ort des Geschehens.

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dpa

Der 28-Jährige aus Hamburg, der eine junge Frau in Berlin vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen haben soll, war bis Ende vergangenen Jahres in einer psychiatrischen Einrichtung. Dort sei er auf Antrag seines Betreuers untergebracht gewesen, sagte der Hamburger Gerichtssprecher Kai Wantzen am Samstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Der Verdächtige soll die ihm unbekannte 20-Jährige am Dienstag ohne vorherigen Streit vor den Zug gestoßen haben. Die junge Frau wurde überrollt und getötet. Der Mann kam in eine psychiatrische Klinik. Laut Staatsanwaltschaft soll er an einer schizophrenen Erkrankung leiden.

Wantzen erklärte, dem Betreuungsgericht sei nicht bekannt gewesen, dass der Mann möglicherweise eine Gefahr für andere Menschen sein könne. „Der Unterbringungsgrund war immer Eigengefährdung.“

Allerdings habe es in der Vergangenheit einen Antrag nach dem Gesetz für psychisch Kranke (PsychKG) gegeben, der sich auch auf eine mögliche Fremdgefährdung gestützt habe. Eine Unterbringung aus diesem Grund sei aber nicht erfolgt. Der 28-Jährige habe seit Jahren unter Betreuung gestanden: „Aber wenn jemand unter Betreuung steht, heißt das noch lange nicht, dass er gefährlich ist.“ (dpa)