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An Berliner Schulen: Lehrerstreik zu Nikolaus

Rund um den Nikolaus-Tag wollen Lehrer voraussichtlich streiken. Dann werden Tafeln leer bleiben.

Rund um den Nikolaus-Tag wollen Lehrer voraussichtlich streiken. Dann werden Tafeln leer bleiben.

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dpa/Patrick Pleul

Die angestellten Lehrer sollen am 5. und 6. Dezember erneut streiken. Dieses Datum hat die Tarifkommission der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) festgelegt, der Landesvorstand wird dem aller Voraussicht nach am Montagabend zustimmen.

Der Arbeitskampf dauert schon ein ganzes Jahr, 15 Streiktage gab es bisher. Die 9000 angestellten Lehrer fordern beim Nettogehalt eine Gleichstellung mit den rund 20 000 verbeamteten Kollegen und einen ordentlichen Tarifabschluss mit dem Land.

Derzeit verdienen angestellte Lehrer während ihres Arbeitslebens etwa zwei Jahresnettogehälter weniger als die Beamten. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) hält trotz einer anderslautenden Entscheidung des Arbeitsgerichtes daran fest, dass in dieser Angelegenheit die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zuständig und eine bundesweite Lösung wünschenswert sei. In einem Brief erklärte Nußbaum nun, für weitere Streiks kein Verständnis zu haben, da die Bundes-Tarifkommission der GEW sich zu Gesprächen mit der TdL bereiterklärt habe.

Darauf schickte die GEW einen erläuternden Brief an den Landeselternausschuss mit der Bitte, diesen in den Schulen zu verteilen. Das lehnte die Vorsitzende Lieselotte Stockhausen-Döring entschieden ab. Die Junglehrer-Initiative „Bildet Berlin!“ droht inzwischen damit, auch die zentralen Abitur- und MSA-Prüfungen im kommenden Jahr bestreiken zu wollen.