Neuer Inhalt

Anmeldung für 2015 ab Samstag: Neue Regeln beim Berlin-Marathon

Die schnellste Strecke der Welt: Wer in Berlin Marathon laufen will, braucht Losglück.

Die schnellste Strecke der Welt: Wer in Berlin Marathon laufen will, braucht Losglück.

Foto:

Berliner Zeitung/Markus Wächter

Berlin -

Nicht nur auf der Strecke müssen Marathon-Läufer schnell sein, sondern auch im Internet. An diesem Sonnabend beginnt die Anmeldephase für das Rennen im kommenden Jahr, das am 27. September gestartet wird. Gut zwei Wochen haben die Sportler weltweit nun Zeit, sich für den Berlin-Marathon 2015 zu registrieren.

Erst vor knapp drei Wochen endete der diesjährige Lauf auf der schnellsten Strecke der Welt erneut mit einem Rekord: Der 30-jährige Kenianer Dennis Kimetto stürmte in 2:02:57 Stunden ins Ziel. Mehrere Hunderttausend Zuschauer und 80 Bands feuerten die Sportler an.

Spitzenläufer wie Kimetto müssen sich keine Sorgen über ihr Startrecht machen. Hobby- und Freizeitläufer schon. Wenn sie in Berlin dabei sein wollen, brauchen sie vor allem Glück: Wie erstmals im vergangenen Jahr werden die meisten der 40 000 Startplätze wieder verlost. „Wenn es mehr Bewerber als Startplätze gibt, ist eine Verlosung immer das Gerechteste“, sagt Jürgen Lock, der Geschäftsführer des Veranstalters SCC Events.

Qualifikation über Top-Zeit

In diesem Jahr gibt es aber zahlreiche Neuerungen, die international bei anderen großen Läufen der World Marathon Majors Tour, die künftig den Namen des Titelsponsors Abbott trägt, längst üblich sind. So können sich wie in Boston und New York die Marathon-Läufer, die zwar nicht zur Weltklasse gehören, aber ambitioniert sind, nun auch in Berlin einen Startplatz über eine Qualifikationszeit sichern. Wer in den vergangenen zwei Jahren eine Zeit von 2:45 Stunden oder schneller (Männer) oder 3 Stunden (Frauen) nachweisen kann, erhält einen garantierten Startplatz.

Die Zeiten sind anspruchsvoll, Hobbyläufer können davon nur träumen. „Denen, die Marathon leben, geben wir hier eine Chance. Berlin ist schnell, nicht nur für die Top-Läufer“, sagt Lock. Dabei gehe es nur um wenige hundert Startplätze. In diesem Jahr unterboten nur 310 Männer und 44 Frauen aller Altersklassen diese Zeit, die nun als Quali-Norm gilt.

Alle anderen müssen sich auf das Losglück verlassen. Das neue System wurde 2013 eingeführt, nachdem im Jahr zuvor alle Startplätze für den Jubiläums-Marathon innerhalb von dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Wer damals nicht schnell genug war, hatte eben Pech und war beim 40. Berlin-Marathon nur Zuschauer.

Bei dem neuen Anmeldeverfahren werden 31.000 Plätze verlost, 8000 erhalten Reiseveranstalter, weitere 1000 sind Charity-Tickets. Vor einem Jahr gab es 74.707 Anmeldungen, Losglück hatte also nicht einmal jeder zweite. Wie Lock sagt, werde innerhalb des Losverfahrens jetzt sichergestellt, dass die Hälfte der Startplätze international vergeben wird, die andere Hälfte also deutsche Starter sind. Darunter werden 6000 bis 8000 Berliner und Brandenburger sein, sie sollen per Postleitzahl identifiziert werden.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?