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Anschläge auf Linke: Büro der Linkspartei erneut angegriffen

Erneut wurde das Schild des Wahlkreisbüros in Lichtenberg beschädigt.

Erneut wurde das Schild des Wahlkreisbüros in Lichtenberg beschädigt.

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Die Linke Die Linke

Immer wieder werden die Büros der Linkspartei im Bezirk Lichtenberg von Neonazis angegriffen. In der Nacht zum Mittwoch war das Wahlkreisbüro der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Gesine Lötzsch, dran. Unbekannte beklebten das Schild des Büros in der Ahrenshooper Straße mit NPD-Aufklebern. Bereits im vergangenen Monat hatten Unbekannte das Schild mit blauer Farbe besprüht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Es ist nicht der erste Anschlag auf Mitglieder der Linkspartei. Im vergangenen Jahr hatten Neonazis die Scheiben der Bezirksgeschäftsstelle in der Alfred-Kowalke-Straße mit Steinen eingeworfen und die Fassade und den Innenraum mit Teer beschmutzt. "Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern", sagte Lötzsch am Mittwoch. "Im Gegenteil: Es bestärkt uns in unserem Kampf gegen Neonazis und rassistisches Gedankengut."

"Bei den Neonazis sind wir verstärkt in die Schusslinie geraten", sagt der Wahlkampfleiter der Lichtenberger Linkspartei, Sebastian Schlüsselburg. Er berichtet von anonymen Drohbriefen, die sowohl er selbst als auch andere Parteimitglieder im Bezirk erhalten hätten: Mit ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben hätten die Absender etwa Drohungen verfasst wie: "Sig Sauer unsere Power - Kopfschuss".

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