Neuer Inhalt

Ausbau des Shopping-Centers an der Gorkistraße: Mall of Tegel

Nach dem Umbau: Aus dem Tegel-Center soll das Tegel Quartier werden. Die Simulation zeigt, wie sich die Investoren den neuen Shopping-Komplex vorstellen.

Nach dem Umbau: Aus dem Tegel-Center soll das Tegel Quartier werden. Die Simulation zeigt, wie sich die Investoren den neuen Shopping-Komplex vorstellen.

Foto:

HGHI HoldING GmbH

Auf seiner Internetseite attestiert sich das Tegel-Center ein „ganz besonderes Flair“ und spricht vom „nostalgischen Charme der Gebäude“. So mancher Reinickendorfer würde wohl eher sagen, dass das Einkaufscenter an der Gorkistraße, das 1972 eröffnet wurde, arg in die Jahre gekommen ist. Und das benachbarte, ehemalige Hertie-Kaufhaus war für viele im Bezirk wegen des erheblichen Leerstands schon lange ein Ärgernis.

Doch nun tut sich was. Beide Immobilien haben neue Eigentümer. Der Bauunternehmer Harald Huth, der schon die Mall of Berlin am Leipziger Platz und das Einkaufszentrum Das Schloss in Steglitz, bauen ließ, investiert in Tegel. Seine Firma HGHI Holding GmbH will das Center und das ehemalige Hertie-Kaufhaus in Kooperation mit der Maruhn Real Estate Investment GmbH (MREI GmbH) umbauen und erweitern. Rund 200 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen. Baubeginn ist voraussichtlich Mitte des Jahres. Auch ein neuer Name für das Center ist im Gespräch: Tegel Quartier.

Größere Verkaufsfläche

Die ersten Pläne hat die HGHI Holding GmbH nun vorgestellt. Das erklärte Ziel: Der Standort soll attraktiver und moderner werden, die 250 Meter lange Fußgängerzone wiederbelebt werden. Insgesamt sieht der Bauplan eine größere Verkaufsfläche als bisher vor: 42 000 statt rund 30 000 Quadratmeter. Der Gebäudekomplex des Tegel Centers, mit je einem Bereich nördlich und südlich der Gorkistraße, soll im Wesentlichen erhalten bleiben. Entlang der Gorkistraße werden die Einzelhandelsflächen zum Teil als zweigeschossige Verkaufsflächen umgebaut. Die Fassaden zur Fußgängerzone werden neu gestaltet.

Das Parkhaus, das derzeit über rund 700 Stellplätze verfügt, wird teilweise abgerissen. Die Zahl der Parkplätze wird dadurch halbiert. Das Gebäude sei ohnehin in einem schlechtem Zustand, so der Investor. Kunden wissen, dass die Auslastung auch nicht sehr hoch ist.

Stattdessen plant die HGHI Holding GmbH an dieser Stelle ein neues Gebäude. Außerdem sollen die Gebäudeteile südlich der Gorkistraße erweitert werden Die Fußgängerbrücke, die den nördlichen und südlichen Centerbereich verbindet, bleibt erhalten. Sie wird umgebaut, um als „attraktiver Verbindungsbau“ die beiden Gebäudekomplexe zu verknüpfen.

Das einstige Hertie-Kaufhaus musste 2009 schließen. Danach zogen Billiganbieter als Zwischennutzer ein. Huths Pläne sehen nun vor, das Gebäude um eine Etage aufzustocken und die Fassade neu zu gestalten.

„Deutliche Aufwertung“

Die künftigen Mieter im „Tegel Quartier“ stehen noch nicht fest. Ein besonderes Augenmerk werde darauf gelegt, einen Branchenmix zu finden, der das vorhandene Angebot im Center und in der Stadt sinnvoll ergänzt, so der Investor. Eine Mitarbeiterin drückt es so aus: „Das wird kein Nullachtfünfzehn-Shopping.“

Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) begrüßt Huths Pläne sehr. Erste Gespräche mit dem Investor seien sehr vielversprechend gewesen, sagt er. Allein die Neugestaltung der Fassaden bedeuteten bereits einen „Quantensprung“. Aber vor allem führten die Pläne für das einstige Hertie-Haus zu einer erheblichen Aufwertung des Standorts. Viele Reinickendorfer wünschten sich an dieser Stelle wieder ein Kaufhaus. Balzer zeigte sich optimistisch, dass die Investoren offen für Ideen und Anregungen sind. Der vorherige Eigentümer des Hertie-Hauses, ein Fonds, habe auf Briefe des Bezirksamts dagegen gar nicht reagiert.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?