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B.E.A.S.T. : Schön frisiert und wohlerzogen

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Genannt wurden 2NE1, SNSD, JYJ oder B.E.A.S.T. – hierzulande kaum bekannte Namen. Am Sonntag treten B.E.A.S.T. („Boys of East Standing Tall“), sechs Jungs zwischen 18 und 20, in der Columbiahalle auf. Eine Gelegenheit nachzuspüren, was es mit dem K-Pop-Hype auf sich hat. Die ersten 600 Karten waren in wenigen Stunden weg. Nicht schlecht, angesichts von Preisen um die 60 Euro. An der Abendkasse gibt es noch Restkarten.

B.E.A.S.T. schauen tadellos aus, haben aufwendige Frisuren, tragen blinkende Ohrringe, glamouröse Outfits und wirken alle ein bisschen wie Bill Kaulitz von Tokio Hotel. Ihre Musik besteht aus Techno-Sounds, R’n’B- und Rap-Elementen sowie virtuosen Tanzeinlagen. Die Rede ist von der „Hallyu-Welle“. Ihre Videos wurden rund 60 Millionen Mal angeklickt. 2009 erschien ihr erstes Album, seither sind sie die Lieblinge der asiatischen Mode- und Werbeindustrie: Ihre CDs wurden mit Awards ausgezeichnet, die Sänger traten in TV-Soaps auf. Weltweit stylen sich koreanische oder koreanisch-stämmige Jugendliche nach ihrem Beispiel oder schmettern die Lieder in Karaoke-Bars. In Berlin wächst die Nachfrage nach Tanzgruppen, in denen man seinen Vorbildern nacheifern kann.

Die Schönen und das Biest

Am Sonntag präsentieren B.E.A.S.T. bei ihrem ersten Deutschland-Konzert ihre dritte Platte. Es werden Fans aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich erwartet. So war es auch, als die Gruppe JYJ im November im Tempodrom auftraten. „Damals waren nicht nur Asiaten da, sondern auch sehr viele Europäer“, sagt Klung.

Die Fans von B.E.A.S.T. nennen sich des Wortspielfimmels ihrer Idole folgend B2uties, gesprochen: Beautys. Die Schönen und das Biest also. K-Pop-Fans sind meistens sehr jung und gut organisiert. Via Facebook wurden Meetings in Hamburg, Stuttgart und Berlin organisiert. Vorigen Sommer gab es Flashmobs mit tanzenden Mädchen am Potsdamer Platz, Alexanderplatz und am Brandenburger Tor. Unterstützt wird die Welle von der koreanischen Regierung, die einheimische Kultur zur globalen Marke machen will. Dafür wurde eine eigene Abteilung für Popkulturindustrie gegründet. Schon in frühen Jahren werden die Musiker in Talentwettbewerben entdeckt und systematisch trainiert. Ihnen werden nicht nur Stimm- und Tanzfähigkeiten sondern auch sicheres Auftreten im Ausland und Fremdsprachen beigebracht.

Eine Fremdsprache lernt Esther Klung derzeit auch, koreanisch natürlich.

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