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Bärgida zieht nach Brandenburg: Hunderte demonstrieren gegen Pegida-Ableger in Potsdam

Anhänger des Pegida-Ablegers Bärgida (Archivbild).

Anhänger des Pegida-Ablegers Bärgida (Archivbild).

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dpa

Unter dem Motto „Potsdam bekennt Farbe“ traten am Montagabend mehrere hundert Menschen in der Potsdamer Innenstadt für ein weltoffenes, tolerantes Brandenburg und die Integration von Flüchtlingen ein. Unter ihnen waren zahlreiche Potsdamer Stadtverordnete.

Wenige hundert Meter entfernt versammelten sich auf dem zentralen Bassin-Platz nach Schätzungen von Reportern knapp hundert Pegida-Sympathisanten im strömenden Regen zu einer Kundgebung. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Zu dem geplanten „Abendspaziergang“ kam es angesichts der vielen Gegendemonstranten nicht. „Der heutige Abend war für Pegida in Potsdam eine große Pleite“, sagte der Stadtsprecher Stefan Schulz.
Ein Reisebus, in dem Anhänger der „Bärgida“-Bewegung aus Berlin vermutet wurden, wurde zeitweise blockiert. Böller krachten, vereinzelt flogen aus den Reihen von Gegendemonstranten aus der linken Szene auch Steine und Flaschen. Augenzeugen berichteten zudem von kleineren Rangeleien mit Polizisten, bei denen teilweise auch Pfefferspray versprüht worden sein soll. (dpa)