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Baupläne für Berlin-Mitte: So soll das Tacheles in Zukunft aussehen

Das neue Quartier ums Kunsthaus Tacheles: Aus der Blickrichtung Friedrichstraße Ecke Oranienburger Straße sieht man links oben das Hotel und das Bürogebäude, die den Eingang zum grünen Stadtplatz an der Oranienstraße bilden. Dahinter: Wohnblöcke. Das Tacheles selbst wird zum Torgebäude einer Passage mit Geschäften, Büros und Wohnungen.

Das neue Quartier ums Kunsthaus Tacheles: Aus der Blickrichtung Friedrichstraße Ecke Oranienburger Straße sieht man links oben das Hotel und das Bürogebäude, die den Eingang zum grünen Stadtplatz an der Oranienstraße bilden. Dahinter: Wohnblöcke. Das Tacheles selbst wird zum Torgebäude einer Passage mit Geschäften, Büros und Wohnungen.

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Herzog & de Meuron

Die heruntergekommene Kaufhausruine in Berlin-Mitte soll ein neues Gesicht bekommen – und gleichzeitig an alte Zeiten anknüpfen. Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron, das bereits die Hamburger Elbphilharmonie und die Münchner Allianz-Arena entworfen hat, ist für die Umgestaltung zuständig. „Mit Herzog & de Meuron haben wir ein Architekturbüro gewinnen können, das die historische Bedeutung des Geländes der ehemaligen Friedrichstraßenpassage aufgreift“, sagt Sebastian Klatt, Geschäftsführer der pwr developement und Leiter des Projektentwicklungs-Teams.

Der projektverantwortliche des Architekturbüros Herzog & de Meuron, Ascan Mergenthaler, ergänzt: "Die Planung soll an die Geschichte erinnern und gleichzeitig etwas Neues schaffen.“

„Wir wollen das Areal als einzigartigen Kultur-, Handels-, und Wohnstandort etablieren“, erklärt Sebastian Klatt weiter.

Am vergangenen Mittwoch wurde der aktuelle Bebauungsplan für das Baugrundstück an der Friedrichstraße und Oranienburger Straße dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Sanieren, Bauen und Bebauungspläne des Bezirks Mitte vorgestellt. 1909 eröffnete die Friedrichstraßenpassage und bildete eine Verbindung zwischen Friedrichstraße und Oranienburger Straße. "Ziel ist es, mit der Bebauung diese Verbindung erneut zu schaffen," heißt es weiter in einer Presseerklärung der pwr development.

Der letzte bestehende Gebäudeteil der alten Passage (ehemaliges Tacheles-Gebäude) soll nach Plan nicht abgerissen, sondern in die zukünftige Bebauung integriert werden. "Dabei wird unter Berücksichtigung der Denkmalschutzauflagen ein respektvoller und behutsamer Umgang mit dem Gebäude gewählt. Die geplante kulturelle Nutzung soll das ehemalige Tacheles-Gebäude wieder in einen überregional bekannten Anziehungspunkt in Berlin verwandeln, " heißt es weiter in der Pressemitteilung. In den Gebäuden auf dem Tacheles-Areal sollen Geschäfte und Restaurants entstehen, eine öffentliche Grünfläche und ein Hotel.

Die heruntergekommene Kaufhausruine in Berlin-Mitte war nach dem Fall der Mauer von ostdeutschen Künstlern besetzt und so vor dem Abriss gerettet worden. Ein späterer Investor geriet in finanzielle Schieflage, das Haus stand deshalb jahrelang unter Zwangsverwaltung. Ein mit der Firma Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundener Fonds hatte das rund 25.300 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage im vergangenen Jahr erworben. (BLZ)



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