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Berliner Philharmoniker: Ein Weltensemble, das Berlins Musikherz den Takt angibt

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle (M.).

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle (M.).

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dpa

Die Philharmonie, Hans Scharouns prachtvolles, honigfarbenes Konzerthaus am Tiergarten, ist seit mehr als fünfzig Jahren das musikalische Herz der Stadt. Die Philharmoniker selbst sind es noch achtzig Jahre länger. 1882 aus Protest gegen einen knauserigen Kapellmeister gegründet, hat das Orchester bis heute eine fabelhafte künstlerische und organisatorische Eigenständigkeit bewahrt.

Die 128 Musiker, jeder einzelne ein Virtuose, gelten international als Maßstab für meisterhafte Interpretation und vorbildliches Zusammenspiel. Wie in einer kleinen Orchester-Republik wählen sie sich ihren Chef-Dirigenten selbst und bestimmen damit die Richtung, in die sie sich entwickeln.

Heute sind sie mehr Avantgarde denn je: Unter Simon Rattle haben die Philharmoniker einen neuen Musikliebhaberkreis erschlossen – unter anderem mit der Digital Concert Hall, in der sich jeder, überall auf dem Globus, live und online in den Konzertsaal beamen kann. Und bei Facebook haben sie mehr Fans als jedes andere Klassikorchester. Glückliche Stadt, die solch ein Weltensemble hat.

Zahlen und Fakten über die Berliner Philharmoniker

Die Philharmoniker wurden 1882 gegründet. Derzeit gibt es 128 Orchestermitglieder aus 24 Ländern.

In der Spielzeit 2015/2016 werden 91 Konzerte in Berlin und 45 Konzert außerhalb geplant.

Das jüngste Orchestermitglied ist 20 Jahre alt, ein Trompeter. 64 Jahre alt sind die beiden ältesten, an der Trompete und Bratsche.

54 Kammerkonzerte veranstaltet die Stiftung Berliner Philharmoniker. 42 Konzerte werden 2015/2016 live in der Digital Concert Hall übertragen.

4-5 Mal wird jedes Konzert geprobt. Es gibt 20.000 Konzertabonnenten.

Die Philharmoniker haben ca. 30 rein philharmonische Kammermusikensembles, dazu etliche mit Beteiligungen von außerhalb des Orchesters.