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Amtsgericht Potsdam: Pogida-Chef Christian Müller zu Gefängnis verurteilt

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Christian Müller gibt während einer Pogida-Demonstration ein Interview.

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imago/Markus Heine

Potsdam -

Der Chef des Potsdamer Pegida-Ablegers Pogida, Christian Müller, ist wegen einer Gewalttat zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht in Potsdam sah es am Freitag als bewiesen an, dass Müller bei einer Silvesterparty vor einem Jahr zwei junge Männer geschlagen hatte. Er wurde wegen Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein verurteilt.

Er werde das Urteil voraussichtlich anfechten, sagte Müller am Samstag, sofern nicht schon die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel einlege. Staatsanwälte bezwecken damit in der Regel eine höhere Strafe.

Werden von keiner Seite Rechtsmittel eingelegt, müsste Müller im Laufe der nächsten Monate die Haft antreten. Vom Gefängnis aus könnte er dem Versammlungsrecht zufolge keine Kundgebungen mehr anmelden, weil der Veranstalter immer persönlich teilnehmen muss.

Müller räumt das Fahren ohne Fahrerlaubnis ein, streitet die Schläge aber ab - er habe er die jungen Leute nur geschubst. Er organisiert seit Anfang Januar im Wochentakt „Abendspaziergänge“ der Pogida in Brandenburgs Landeshauptstadt. (dpa)