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Wald bei Cottbus: Sprengstoffexperten finden historische Waffen

Geheimnsivoller Wald

Ein geheimnisvoller Wald (Symbolbild).

Foto:

imago/Westend61

In einem südbrandenburgischen Wald sind historische Degen und Stichwaffen ausgegraben worden. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz will klären, ob sie möglicherweise etwas mit der Geschichte der Pückler-Adelsfamilie zu tun haben, wie Parkleiter Claudius Wecke am Dienstag in Cottbus sagte. Die Waffen sollten am selben Tag zur Stiftung gebracht und eingefroren werden, um den Verfallsprozess zu verlangsamen. Die „Lausitzer Rundschau“ hatte zuerst über den Fund berichtet.

Die Waffen sind in einem schlechten Zustand, weil sie lange unter der Erde lagen. Zum Teil seien königliche Wappen zu erkennen, sagte Wecke. Ähnliche Stücke gebe es in der Pückler-Waffensammlung. Es sei aber unklar, ob es einen Zusammenhang gibt.

Historische Waffen sind in einem Wald im Amt Neuhausen (Spree-Neiße) gefunden worden. Möglicherweise stammen die stark verrosteten Säbel aus dem Hause Pückler.

Posted by Lausitzer Rundschau on Montag, 15. Februar 2016

Laut Kampfmittelbeseitigungsdienst kam der Fund durch einen Hinweis eines Bürgers ins Rollen, der in dem Waldstück im Amt Neuhausen (Spree-Neiße) in der vergangenen Woche Munition gefunden hatte.

Bei Grabungen seien neben Granaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg bislang auch fünf historische Waffen gefunden worden. Die Grabungen sollen noch mehrere Wochen dauern. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermutet, dass dort vor Jahrzehnten Weltkriegs-Munition gesprengt und vergraben worden war. (dpa)