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Charlottenburg-Wilmersdorf: Solidarität für Gewaltopfer Jimmy C.

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Solidaritätskundgebung für Jimmy C. in der Joachimsthaler Straße 15
Solidaritätskundgebung für Jimmy C. in der Joachimsthaler Straße 15
Foto: AKUD/Lars Reimann
Berlin –  

Ein Mann aus Kenia wurde in Berlin attackiert und verletzt. Bei einer Solidaritätskundgebung für das Opfer Jimmy C. demonstrierten mehrere Dutzend Menschen gegen Rassismus.

Mehr als 100 Frauen und Männer haben am Freitagnachmittag in der Joachimsthaler Straße in Charlottenburg gegen Rassismus demonstriert und ihre Solidarität mit Jimmy C. bekundet. Sie schwenkten Kenia-Fahnen. Der 40 Jahre alte Mann aus Kenia war in der Nacht zum Montag in der Diskothek Q-Dorf zusammengeschlagen und am rechten Auge schwer verletzt worden. Jimmy C. arbeitete in der Diskothek als Reinigungskraft.

Die Polizei sucht nach dem Angriff auf den 40-Jährigen dringend nach Zeugen . „Bislang hat sich noch niemand gemeldet“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen drei Unbekannte. Sie sollen den Afrikaner wegen seiner Hautfarbe verprügelt und fremdenfeindlich beleidigt haben.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) sagte während der Kundgebung, dass die ethnische und kulturelle Vielfalt für Charlottenburg-Wilmersdorf ein Schatz sei. Er forderte dazu auf, jede Form von Rassismus zu ächten. „Wir sind alle Berliner.“

Der Geschäftsführer der Diskothek, Torsten Wiesske, versprach finanzielle Hilfe für Jimmy C. und dessen Familie. „Das, was geschehen ist, tut mir unsagbar leid“, sagte er.

Der Überfallene kam nach der Attacke in der Nacht zum 31. Dezember ins Krankenhaus und wurde dort am Donnerstag von Ermittlern befragt. Der Mann gab demnach an, ohne Grund von drei Männern im Bereich der Herrentoilette geschlagen und mit einer abgebrochenen Flasche im Gesicht attackiert worden zu sein. Dabei hätten ihn die vermutlich aus Deutschland stammenden Männer fremdenfeindlich beleidigt. Inzwischen soll er die Charité wieder verlassen haben. Ob die Sehkraft seines rechten Auges wieder hergestellt ist, können die Spezialisten erst in einigen Wochen sagen.

Laut Polizei beschrieb das Opfer einen der Angreifer. Demnach soll dieser Mann 28 bis 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein und dunkelblonde, mittellange Haare haben. Bislang gibt es nur die Aussage des Opfers. Die Polizei wertet jetzt auch Videoaufzeichnungen aus. (mit dpa)

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