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Chef des Verkehrsausschusses im Bundestag: Martin Burkert zweifelt an BER-Eröffnung vor 2018

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD)

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD)

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imago stock&people

Berlin -

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD), zweifelt an einer Eröffnung des Hauptstadtflughafens im Jahr 2017. „Ich gehe davon aus, dass der Betrieb nicht vor 2018 aufgenommen werden kann“, sagte er der „Welt“. Die Probleme im neu gebauten Terminal in Schönefeld bei Berlin seien „schon groß“: „Die Planungen werden frühestens Mitte 2015 abgeschlossen sein. Außerdem will man die Entrauchungsanlage neun Monate lang testen.“ Zwar sei 2017 jetzt als Termin genannt. „Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen“, fügte Burkert hinzu.

Der scheidende Flughafen-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn und der BER-Aufsichtsrat hatten Mitte Dezember das zweite Halbjahr 2017 als Zeitraum für die schon mehrfach verschobene Inbetriebnahme des Airports genannt. Kurz darauf kündigte Mehdorn wegen Querelen mit dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt bis spätestens Juni 2015 an.

Michael Müller hält 2017 für realistisch

Trotzdem hält Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) eine Eröffnung 2017 für „durchaus realistisch“. „Wenn wir so weitermachen können, wie es sich jetzt abzeichnet, können wir das erreichen“, sagte er vor wenigen Tagen. Ursprünglich sollte der Flughafen Berlin Brandenburg im Oktober 2011 an den Start gehen. Bisher platzten vier Eröffnungstermine wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen. (dpa)