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City-Tax in Berlin: Ärger mit der Bettensteuer

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Für den Betreiber des Hotels Park Inn am Alexanderplatz ist die Organisation rund um die neue City-Tax ein großes Ärgernis. Und damit steht er nicht allein.
Für den Betreiber des Hotels Park Inn am Alexanderplatz ist die Organisation rund um die neue City-Tax ein großes Ärgernis. Und damit steht er nicht allein.
Foto: dpa
Berlin –  

Mit Beginn des neuen Jahres gilt in Berlin die sogenannte City-Tax. Die Hotelbranche beklagt sich.

Seit dem 1. Januar gilt in Berliner Hotels die vom Senat eingeführte Bettensteuer für Berlin-Besucher. In der Branche sorgt die sogenannte City-Tax allerdings für heftigen Unmut. Jürgen Gangl, Direktor des Park Inn Hotels am Alexanderplatz, spricht von einer Katastrophe. „Das ist ganz dilettantisch, wie der Senat hier vorgeht“, sagt der Chef des mit 1012 Zimmern zweitgrößten Hotels Deutschlands.

Nicht nur weil die Hotelpreise normalerweise Bruttopreise sind, jetzt aber durch die City-Tax noch fünf Prozent Steuer auf den Nettoübernachtungspreis erhoben werden müssen. Das bedeutet bei der Endabrechnung, dass zunächst die Kosten für das Frühstück sowie die Steuern abgezogen werden müssen, um dann die exakte Summe für die City-Tax berechnen zu können.

Zu spät veröffentlicht

Für die Hotels macht das eine komplizierte Umstellung ihrer hausinternen Abrechnungssysteme notwendig. Im Park Inn hat das geklappt. „Aber auch wir werden noch zwei, drei Tage brauchen, bis das System einwandfrei funktioniert“, sagt Gangl. Denn der Senat hat nach seinen Worten das Gesetz erst am 18. Dezember veröffentlicht. So kurz vor den Feiertagen hätten deshalb viele Hotels gar keine Chance gehabt, darauf zu reagieren. Zumal Computerfirmen, die die Umstellung hätten vornehmen können, über den Jahreswechsel nicht zu erreichen waren.

Aber Gangl macht noch ein anderes Problem zu schaffen. Viele Park-Inn-Gäste würden ihre Zimmer bei Reiseveranstaltern buchen und dort auch bezahlen. In diesen Preisen sei die City-Tax aber nicht enthalten, sagt der Hoteldirektor. „Die Kataloge für 2014 sind ja längst gedruckt.“

Deshalb müssen nun die Hotels nachträglich die Bettensteuer von ihren Gästen erheben. „Wir wissen aber oft gar nicht genau, was unsere Gäste für ihre Übernachtungen bezahlt haben.“ Und wenn sie das nicht mitteilen wollen, müssen die Hotels den Übernachtungspreis schätzen, um die City-Tax berechnen zu können. Auch das ist im neuen Senatsgesetz vorgesehen. „Das ist doch ein Witz“, sagt Gangl. Ändern kann er daran allerdings nichts – denn die Hotels wären sonst für den Senat Steuerschuldner.

Ausnahmen gibt es

Betroffen von der Bettensteuer sind alle Privatbesucher, die nach dem 1. Januar in Berlin eine Übernachtung buchen. Reservierungen, die bereits vor diesem Datum getätigt wurden, sind von der Steuer ausgenommen. Nicht betroffen von der Neuregelung sind außerdem Geschäftsreisende. Diese müssen dafür nun aber ein neuentworfenes Formular ausfüllen, um zu belegen, dass sie nur aus beruflichen Gründen nach Berlin gekommen sind.

Der Park-Inn-Chef steht mit seiner Kritik an dem neuen Gesetz nicht allein. Für die Hoteliers sei es ein „großes Ärgernis“, dass die Steuer so kurzfristig eingeführt worden sei, bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Sie bestätigte, dass zahlreiche Hotels ihre Abrechnungssysteme nicht so schnell hätten umstellen können. „Diese Häuser müssen nun kreative Lösungen finden.“

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