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Demo in Berlin-Marzahn: Erneut protestieren tausend Menschen gegen Flüchtlingscontainer

Bei der Demo in Marzahn am Montagabend hatte die Polizei nach eigenen Angaben rund 600 Beamte im Einsatz.

Bei der Demo in Marzahn am Montagabend hatte die Polizei nach eigenen Angaben rund 600 Beamte im Einsatz.

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Björn Kietzmann

Nach den teilweise von Ausschreitungen begleiteten Demonstrationen vom Wochenende sind in Berlin-Marzahn am Montagabend erneut Hunderte Anwohner und Rechtsextreme gegen den Bau von Flüchtlingsunterkünften auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben folgten am Montagabend etwa 950 Menschen dem Demonstrationsaufruf und zogen durch das Stadtviertel. An einer parallelen Gegenkundgebung beteiligten sich etwa 150 Protestierende. Die Polizei hatte nach den Worten eines Sprechers rund 600 Beamte im Einsatz.

Auch einige Politiker waren vor Ort: So kam Petra Pau (Die Linke), Oliver Höfinghoff (Piraten) und Clara Herrmann (Grüne) zu der Demonstration. Auch die SPD kam nach Marzahn, um sich an der Gegenkundgebung zu beteiligen.

Nach Polizeiangaben blieben beide Versammlungen friedlich. Ein Teilnehmer berichtete jedoch von einem Übergriff auf einen Journalisten. Dieser soll geschlagen und bespuckt worden sein. Es hab Sprechchöre und die Stimmung war aggressiv. Mehrere Personen im Demonstrationszug gegen die Flüchtlingsunterkunft verstießen allerdings gegen das Vermummungsverbot. Polizisten nahmen daraufhin sechs vermummte Flüchtlingscontainer-Gegner fest.

Am Sonnabend hatten mehrere tausend Gegendemonstranten einem Protestzug von Rechtsextremen und Gegnern geplanter Wohncontainer für Flüchtlinge in Marzahn stundenlang den Weg versperrt. (BLZ)