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Demonstration in Berlin: Schüler streiken für Flüchtlingsrechte

Im Fokus der Flüchtlingsdebatte: Der Oranienplatz

Im Fokus der Flüchtlingsdebatte: Der Oranienplatz

Foto:

BLZ/Paulus Ponizak

Berlin -

Schüler und Studenten wollen am heutigen Donnerstag ab zehn Uhr morgens vor dem Roten Rathaus gegen die Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union und in Deutschland demonstrieren. Vom Roten Rathaus planen die Veranstalter dann weiter zum Flüchtlingscamp am Kreuzberger Oranienplatz zu ziehen. „

Wir solidarisieren uns mit den Geflüchteten in Berlin“, heißt es in dem Aufruf eines Bündnisses linker Gruppen. Gefordert wird ein Arbeitsrecht für Asylsuchende, der Wegfall der Residenzpflicht und eine Abkehr von der EU-Abschottungspolitik. „Wir haben 1 000 Teilnehmer angemeldet“, sagt einer der Initiatoren, ein Schüler namens David. Mehrere Schulen aus Mitte, Pankow, Kreuzberg und Friedrichshain sollen demnach bestreikt werden, darunter die Ernst-Reuter-Sekundarschule in Mitte.

Die GEW-Landesvorsitzende Sigrid Baumgardt unterstützte ausdrücklich den geplanten Schülerstreik. „Wir rufen die Schulen auf, den Schulstreik als praktischen Politikunterricht zum Zwecke der politischen Bildung zu verstehen und gegen Teilnehmende keine Sanktionen vorzunehmen“, sagte Baumgardt. Auch andere Organisationen erklärten sich solidarisch. Der Bildungsverwaltung geht dieser Aufruf allerdings zu weit. „Prinzipiell unterstützen wir politisches Engagement von Schülern“, sagte Sprecherin Beate Stoffers. „Aber es gilt die Schulpflicht.“

Gestern abend gab es erneut einen gewaltsamen Zwischenfall an der seit Herbst 2012 von Flüchtlingen besetzten ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. Mindestens ein Mann wurde verletzt, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.



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