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Die besten Eisdielen Berlins: Italienisches Olivenöl-Eis im Schillerkiez

Eisverkäufer Domenico Richichi in seinem Laden.

Eisverkäufer Domenico Richichi in seinem Laden.

Foto:

Melanie Reinsch

Hier finden Sie das „Erste Sahne - Otivm“:

Das Erste Sahne – Otivm liegt im Neuköllner Schillerkiez – fast in der Verlängerung der Landebahn des Tempelhofer Flughafens. Am schnellsten zu erreichen ist das Eiscafé, wenn man mit der U8 bis zur Boddinstraße fährt und von dort einen kleinen Spaziergang Richtung Flugfeld macht. Etwa zehn Minuten vom der U-Bahnstation und fünf Minuten vom Feld entfernt liegt das Café.

Inhaber:

Die Italiener Sara Tricoli und Domenico Richichi

Wann ist es hier am schönsten?

Am ruhigsten ist es hier kurz nach der Mittagszeit von etwa 13 bis 15 Uhr. Da zwitschern die Vögel in den Bäumen, die Blätter in den Wipfeln rascheln, ein paar Kinder lachen im Hintergrund vom gegenüber liegenden Spielplatz. Auch die Massen, die gegen Nachmittag zum Tempelhofer Feld wandern, sind um diese Zeit noch Mangelware. Der Platz in der Sonne – oder im Schatten – ist garantiert und der Chef hat vielleicht Zeit, ein bisschen über seine neusten Kreationen zu plaudern. Tipp: Unbedingt zuhören und sich danach etwas kredenzen lassen.

Freundlichkeit der Bedienung:

Sehr lieb und gastfreundlich. Eine entspannte Atmosphäre, man fühlt sich gleich zu Hause und willkommen (wie in Italien, wo übrigens die traditionellen Eis-Rezepte hergekommen, die die beiden gelernten Konditormeister aus Rom nach Deutschland importiert haben).

Preise:

Eine Kugel Milcheis oder Sorbet kostet einen Euro. 1,20 Euro pro Kugel kostet das Joghurt-Eis und das Eis, das aus Olivenöl hergestellt wird. Das Olivenöl stellt der Vater von Domenico Richichi in Kalabrien in Italien her. Eine Kugel der wechselnden „Limited Edition“ kostet 1,50 Euro. Aktuell besteht diese Sonderedition aus Pistazien, Mandelstreuseln und Amaretto.

Länge der Schlange:

Zur Nachmittagszeit ab 15 Uhr wird es voller. Dann kann sich schon mal eine Schlange bilden. Bis dahin hat man aber direkten Durchgang bis zur Eistheke (die übrigens nicht offen ist, da so die Aromen besser erhalten bleiben und keine Bakterien im Eis landen können wie bei offenen Eistheken).

Diese Eiskäufer kommen hier her:

Viele Tempelhofer-Feld-Gänger, Mütter mit Kindern, Schillerkiez-Bewohner.

Diese ungewöhnlichen Sorten gibt es hier:

So viele Auswahl! Die Eissorten basieren auf drei Grundlagen: Milcheis, Sorbet und Olivenöl-Eis. Sehr beliebt ist das Istanbul-Eis, das aus Mandel- und Pistazieneis besteht. Die Eissorten, die aus Olivenöl bestehen wie zum Beispiel Kakao-Pistazie sind extrem aromatisch im Geschmack. Kibana (Kiwi, Banane, Ananas und Wallnussstreusel) und Aralipo (Orange, Zitrone und Pampelmuse) wird bei den Sorbets sehr gerne genommen. Alle Eissorten sind glutenfrei und bio, es wird frisches Obst aus der Region verwendet, Veganer kommen nicht zu kurz und wer laktoseintolerant ist, ebenfalls nicht.

Diese Sorte hat am besten geschmeckt:

Zartbitter-Olivenöl. Weil man das Gefühl hat, in eine Zartbitterschokolade zu beißen, dann von einer kühlen süßen Bitterkeit überrascht wird und danach nur noch weiter schlecken möchte. Das ist Sommer!

Darum wird man hier Stammkunde:

Weil man sich mit Domenico Richichi am liebsten stundenlang nur über Cremigkeit, Konsistenz, Aromen, Geschmack, Mandelsplitter und Haselnüsse aus Piemont unterhalten möchte. Denn wenn man ihm zuhört und seine Augen dabei blitzen sieht, weiß man, dass es eigentlich kein besseres Eis in dieser Stadt geben kann.

Adresse: Kienitzer Straße 116, 12049 Berlin-Neukölln