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Dragoner-Areal: Initiative fordert 100 Prozent bezahlbaren Wohnraum

Blick auf das Dragoner-Areal in Berlin-Kreuzberg.

Blick auf das Dragoner-Areal in Berlin-Kreuzberg.

Foto:

dpa/Rainer jensen

Kreuzberg -

Was wird aus dem Kreuzberger Dragoner-Areal? Diese Frage will die Initiative Stadt von Unten in einer breiten öffentlichen Debatte erörtern. In einer am Montag verbreiteten Erklärung warnt die Initiative vor übereilten Schritten bei der Neugestaltung des Areals.

„Wenn jetzt Zeitdruck ausgeübt und schnell Fakten geschaffen werden, wird die Chance vertan, mit zahlreichen schon längst engagierten Bürgern einen Planungsprozess von unten einzugehen“, so die Initiative. Es müsse sichergestellt werden, dass städtische Wohnungsbaugesellschaften auf dem Areal „tatsächlich zu 100 Prozent wirklich bezahlbaren Wohnraum erstellen“.

Senat plant 500 bis 800 Wohnungen

Das 47.000 Quadratmeter große Dragoner-Areal ist eines der letzten großen Grundstücke in Kreuzberg, die neu gestaltet werden können. Der Bund wollte die Fläche eigentlich privatisieren, ist damit aber im Bundesrat gescheitert. Im Hauptstadtfinanzierungsvertrag sagte der Bund schließlich die Übertragung des Areals ans Land Berlin zu – im Tausch gegen mehrere kulturell genutzte Grundstücke.

Berlin plant laut Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) 500 bis 800 Wohnungen auf dem Dragoner-Areal. Zwischen 30 und 50 Prozent sollen nach seinen Vorstellungen Sozialwohnungen sein, die übrigen Wohnungen nicht mehr als zehn Euro je Quadratmeter Netto-Kalt-Miete kosten.

Die Initiative Stadt von Unten will die Neugestaltung des Areals in einem „Modellprozess für Teilhabe und Zusammenarbeit“ erreichen. Dazu gehöre eine transparente Kommunikation. Konzepte, Verfahrensskizzen und Zeitplanungen müssten offen gelegt, Vorschläge aus dem Amtsstuben nicht einfach durchgesetzt werden.