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Berliner Zeitung | Dreharbeiten in Berlin: Mit Charlize Theron im Aufzug
10. February 2016
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Dreharbeiten in Berlin: Mit Charlize Theron im Aufzug

Zum Niederknien: Charlize Theron.

Zum Niederknien: Charlize Theron.

Foto:

imago/China Foto Press

Vielleicht steht am Ende dieses Textes mein Geständnis, versagt zu haben. Versagt, weil ich mal wieder berühmte Menschen nicht erkannt habe. Schlimmer noch, berühmte Menschen, die mich schon sehr beeindruckt haben. Klar gibt es Ausreden wie: Morgens um halb neun erkenne ich sowieso niemand. Oder: Berühmtheiten sehen in Echt immer ganz anders aus als im Fernsehen oder auf der Leinwand.

Dass das nicht ein normaler Arbeitstag wird, ist schon beim Betreten des Fahrstuhls im Verlagsgebäude der Berliner Zeitung am Alexanderplatz klar. Kleine, von Hand beschriebene Aufkleber informieren, dass sich in der achten Etage WC befinden und die 16. Etage das „Set“ ist. Na gut, mal wieder Dreharbeiten auf dem Dach. Nichts ungewöhnliches, denn der sich drehende Schriftzug „Berliner Verlag“ auf dem Dach ist ein beliebtes Motiv bei Werbe- und Filmschaffenden.

Die Dame ist berühmt. Eindeutig.

In der achten Etage steigt dann eine große, schlanke, blonde, gutaussehende Frau ein. Begleitet von einem großen, schlanken, gutaussenden Mann (Haarfarbe weiß ich nicht mehr). Begleitet von einer Frau, die wichtige Dinge auf englisch in ein Mikrofon spricht. Sie sind unterwegs zum Set. Eindeutig. Die Dame ist berühmt. Eindeutig. Aber wie heißt sie? Auf jeden Fall sage ich freundlich: Guten Morgen!

Kurze Zeit später stellt sich heraus: Ich bin mit Oscarpreisträgerin Charlize Theron Fahrstuhl gefahren. CHARLIZE THERON! Diese zum niederknien wunderbare Schauspielerin. Ganz dicht neben mir! Quasi Schulter an Schulter! Auf Tuchfühlung! Theron dreht derzeit in Berlin „The Coldest City“, ein Thriller, in dem sie die Agentin Lorraine Broughton spielt. Sie ermittelt im Berlin des Novembers 1989.

Mein Aufstieg mit Theron dauert fünf Stockwerke, dann muss ich raus. Wenigstens habe ich noch einen erfolgreichen Tag gewünscht – und mich  sicherheitshalber so verhalten, wie alle Berliner in so einer Situation: total souverän. Schließlich ist es für uns doch völlig normal, mit Weltstars Fahrstuhl zu fahren. Oder? Aber vielleicht war sie es auch gar nicht.


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