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Drob Dynamics „Alles komplett“: Kreuzberger Rapper feiert den Döner

Nur böse Gucken macht den Döner-Rap komplett: Drob Dynamics schwingt das Eisen am Grill.

Nur böse Gucken macht den Döner-Rap komplett: Drob Dynamics schwingt das Eisen am Grill.

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Drob Dynamics/Screenshot Youtube

Berlin ist keine Stadt der Gemütlichkeit und des Müßiggangs. Hier muss es schnell gehen. In der U-Bahn, im Nachtleben und beim Essen sowieso. Burger, Currywurst und – na klar – der Döner sind die kulinarischen Favoriten der Berliner Fast-Food-Fans.

Bloß keine Zeit verlieren. Das betrifft allerdings nicht nur die Nahrungsaufnahme an sich, sondern auch profane Peripherie-Prozesse wie die Bestellung als solche. Damit die für alle nervenschonend gelingt gibt es eine kleine Zauberformel: „Alles komplett.“

So heißt denn auch die neue Döner-Hymne von Drob Dynamic. Der 25-jährige Rapper aus Kreuzberg hat dem famosen Fladenbrotgericht jetzt eine eigene Hymne gewidmet. Seit vergangenen Freitag ist das Video zum Döner-Rap auf Youtube zu sehen. Rund 590.000 Menschen haben sich das Filmchen, das im legendären „Kottiwood“ am Kottbusser Tor gedreht wurde, bislang angeschaut.




Fett geölt, fett gereimt

Im Video zeigt Drob Dynamic, der eigentlich Robert Andjelkovic heißt, einem sehr hipsteresque bebrillten Nerd in Röhrenjeans erstmal wie man einen Döner richtig ordert. Ohne viel Tamtam, keine Fragen, nicht lange überlegen. Einfach alles komplett. Aber Döner ist nicht allein eine Frage der Bestellung, sondern auch der Einstellung. Gut geölt glänzendes Grillfleisch als Kreuzberger Attitüde: „Ich bin von Sternzeichen Dönerspieß. Ich brauche meine Soßen komplett, Kräuter scharf, Knoblauch ist mein Eau de Toilette.“

Geschrieben hat Drob Dynamic den Song für ein Rap-Battle und hat es damit schon jetzt bis in die Endrunden mit 64 noch verbliebenen Teilnehmern geschafft. Andjelkovic, der sich als Junior-Dozent bei der StreetUniverCity Berlin sozial engangiert, stammt aus Serbien, ist aber gebürtiger Kreuzberger.

Seine Hood ist also der Döner-Hotspot Berlins, wo sich die Läden wie an einer Perlenschnur durch die Straßen des Bezirks ziehen: „Dönerparadies! Offensichtlich merkt man das. Meine Welt ist von Kotti bis zum Hermannplatz“, rappt und mampft er zusammen mit richtig bösen Buben vom Grill und ordentlich Fleisch in den Backen, so vollgestopft wie der Text mit Kreuzberg-Klischees. Alles komplett. (BLZ)