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East Side Gallery: Immer noch keine Entscheidung

Demonstranten sitzen am 17.03.2013 in Berlin an der East Side Gallery auf der Berliner Mauer.

Demonstranten sitzen am 17.03.2013 in Berlin an der East Side Gallery auf der Berliner Mauer.

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dpa

Im Streit um den Erhalt der weltbekannten Berliner East Side Gallery gibt es noch keine Entscheidung. Derzeit prüfe ein Architekt einen Kompromissvorschlag, wonach eine bereits vorhandene Lücke erweitert werden soll, um einen benachbarten größeren Durchbruch zu vermeiden. Ergebnisse sollten am Mittwoch dem Bezirksamt von Friedrichshain-Kreuzberg in nichtöffentlicher Sitzung präsentiert werden, sagte eine Sprecherin von Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). Am Montagabend sollte über den Erhalt der bemalten Mauer-Galerie auch beim Forum Stadtspree diskutiert werden.

Es geht um zwei Grundstücke zwischen der früheren Hinterlandmauer und der Spree. Dort sind auf dem früheren Todesstreifen ein Hochhaus und ein Hotel geplant. Der Hochhaus-Investor hatte bereits ein Element aus der Mauer herausnehmen lassen, was zu massiven Protesten und einem Stopp der Versetzung von Mauerteilen führte.

Geprüft werde nun, ob beide Grundstücke über das Areal des benachbarten israelischen Investors erschlossen werden können, sagte die Sprecherin. Dort gibt es bereits eine Lücke von knapp fünf Metern Breite. Sie sollte auf etwa zehn Meter erweitert werden.

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Zu diesem Vorschlag war ein Runder Tisch beim Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gekommen. Der Investor des Hochhauses hatte angekündigt, zunächst keine weiteren Mauerteile herauszutrennen. Bis zur Beratung des Architekten-Gutachtens werde es keine Baumaßnahmen an der East Side Gallery geben, sagte die Sprecherin von Schulz. Der Grünen-Politiker hatte sich wiederholt generell gegen eine Bebauung des Todesstreifens ausgesprochen. (dpa)