blz_logo12,9

Einschulung mit fünfeinhalb Jahren: Grüne wollen Früheinschulung abschaffen

Fast 17 Prozent der Kinder, die mit fünfeinhalb Jahren eingeschult werden, werden zurückgestuft.

Fast 17 Prozent der Kinder, die mit fünfeinhalb Jahren eingeschult werden, werden zurückgestuft.

Foto:

dpa/Uwe Zucchi

Berlin -

Die Früheinschulung Berliner Kinder mit fünfeinhalb Jahren ist unter den Parteien nach wie vor umstritten. Die Grünen-Fraktion möchte diese Früheinschulung zurücknehmen, aber zugleich die bisherige Regelung als Kann-Bestimmung für die Eltern beibehalten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte sie am Donnerstag ins Abgeordnetenhaus ein. Kinder sollen demnach erst dann in die Schule kommen, wenn sie bereits sechs Jahre alt sind oder bis zum 30. September werden.

Die hohe Rückstellerquote von 16,6 Prozent zeige, dass diese Früheinstellung keine Akzeptanz bei den Eltern finde, sagte die Grüne-Abgeordnete Regina Kittler.

Linke und Piraten plädieren auf bessere Förderung

Die CDU-Fraktion strebt eigentlich dasselbe Ziel an, hat aber einen eigenen Gesetzentwurf erarbeitet. Dort wartet die CDU noch auf die Zustimmung ihres Koalitionspartners SPD, der nichts ändern möchte. Vertreter von Linken und Piraten betonten in der Debatte, ein nach vorn oder hinten verschobener Stichtag löse keines der Probleme. Sie forderten eine bessere Ausstattung sowohl für Kitas wie für Grundschulen, um alle Kinder optimal fördern zu können.

Berlin ist das einzige Bundesland, in dem Kinder bereits mit fünfeinhalb Jahren eingeschult werden. Die Eltern können eine einjährige Zurückstellung von der Schulpflicht beantragen. (dpa)



Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?