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Ex-RBB-Moderator fordert 100.000 Euro: Ken Jebsen gibt nicht auf

Es geht auch ohne RBB: Ken Jebsen macht jetzt freies Radio im Internet.

Es geht auch ohne RBB: Ken Jebsen macht jetzt freies Radio im Internet.

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rbb/Stefan Wieland

Es war nur eine Frage der Zeit, wann sich der Radiomoderator Ken Jebsen in der Öffentlichkeit zurückmeldet. Im November 2011 hatte der RBB die langjährige Zusammenarbeit mit Jebsen beendet und nahm seine sonntägliche Radiosendung „Ken FM“ bei Radio Fritz aus dem Programm. Zuvor hatte der Publizist Henryk M. Broder Jebsen Antisemitismus vorgeworfen. Broder berief sich auf eine E-Mail, die Jebsen einem Radiohörer geschrieben hatte. Der RBB hatte Jebsen gegen diese Vorwürfe verteidigt, stellte später aber fest, dass Jebsens Beiträge nicht den „journalistischen Standards des RBB“ entsprächen.

Jetzt will Jebsen seine provokanten Beiträge zur Weltpolitik in „einhundertprozentiger Unabhängigkeit“ produzieren, sagt er in einem Internetaufruf auf YouTube. „Wir wollen nicht zurück zum RBB. Weil wir dieses System nicht ändern können. Wir können nur eine Alternative sein“, sagt Jebsen.

Dafür sucht er 5.000 Interessenten, die pro Jahr 20 Euro aufbringen wollen. Mit diesem Jahresbudget von 100 000 Euro verfüge er über eine ausreichende Basis. Das Geld werde ausschließlich in Inhalte fließen, versichert Jebsen. Neben Radiobeiträgen, Interviews und Kommentaren im Internet will der 45-Jährige auch Bildbeiträge produzieren. Die Rede ist auch von einem Club FM, einem Club als kommunikativer Plattform für politische und soziale Themen. Dazu will Jebsen internationale Gesprächspartner vor Kamera und Mikro bitten.

„Wir wollen eine andere Welt, und die ist möglich“, sagt Jebsen und bezieht sich auf die weltweite Protestbewegung Occupy. FM heißt für Jebsen jetzt auch: Freie Medien für freie Menschen.



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