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Exzellenzinitiative: Berliner Unis suchen die Gemeinsamkeit

Die neu gewählte HU-Präsidentin Sabine Kunst hatte sich ebenfalls für mehr Kooperation in den Forschungsclustern ausgesprochen.

Die neu gewählte HU-Präsidentin Sabine Kunst hatte sich ebenfalls für mehr Kooperation in den Forschungsclustern ausgesprochen.

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imago/Reiner Zensen

Die Berliner Universitäten und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) haben insgesamt positiv auf den Imboden-Bericht zur Exzellenzinitiative reagiert. Allerdings wollen die großen Universitäten in der nächsten Runde stärker kooperieren, etwa im Bereich Digitalisierung. Hier fehlt dem Präsidenten der Technischen Universität (TU), Christian Thomsen, das Bekenntnis zum Spitzenstandort, an dem Kooperationen zwischen den Unis gewünscht sind.

Zwar ist die TU keine offizielle Exzellenzuniversität, anders als die Freie Universität (FU) seit 2007 und die Humboldt-Universität (HU) seit 2012. Doch die neu gewählte HU-Präsidentin Sabine Kunst hatte sich ebenfalls für mehr Kooperation in den Forschungsclustern ausgesprochen. Denn mit seiner dichten Wissenschafts- und Forschungslandschaft könnte Berlin hier punkten. Auch Scheeres betonte, dass die Kooperation mit den Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen weitergeführt werden soll.

2,5 Millionen Euro für Vorbereitung der neuen Runde

Ein heißes Eisen ist die Exzellenzprämie, die der Imboden-Bericht vorschlägt. Sie soll den zehn besten Universitäten über sieben bis acht Jahre gezahlt werden. Kommt das, dürfte es eng werden: Derzeit gibt es elf Exzellenz-Universitäten. Peter-André Alt, der FU-Präsident, findet eine solche Prämie gut: „Das ist ein weitaus besserer Weg als die ständige Neubeantragung von Zukunftskonzepten.“

TU-Präsident Thomsen hingegen hält eine solche Prämie für rückwärtsgewandt, da sie in die Zukunft gerichtete Projekte nicht berücksichtige. Positiv werten es die Uni-Präsidenten, dass künftige Exzellenzcluster auch noch eine finanzielle Pauschale für das Hochschul-Management enthalten. Die Graduiertenschulen sollen künftig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert werden.

Zur Vorbereitung der neuen Runde stellt Berlin in diesem und im nächsten Jahr jeweils 2,5 Millionen Euro bereit. Studentenvertreter kritisieren, dass die Fokussierung auf Spitzenforschung zulasten der Lehrer gehe.