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Fast Food für Spitzensportler: Berliner grillt Burger für deutsche Handball-Elf

Burger gefällig? Leandro serviert bei Tommi’s.

Burger gefällig? Leandro serviert bei Tommi’s.

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Berliner Zeitung/Hans Richard Edinger

Halbfinale und saftige Hamburger, das war eine Tradition der deutschen Handballer bei den großen Turnieren wie Europa- und Weltmeisterschaften bis 2008. Dahin sind sie lange nicht gekommen. Jetzt ist dieses Ziel endlich wieder erreicht – und Trainer Dagur Sigurdsson will, dass sein Landsmann Gudmundur „Gummi“ Gunnarsson, der Manager des Berliner Restaurants Tommi’s Burger Joint, für die Mannschaft in Polen grillt. Wir erreichten ihn in Amsterdam.

Herr Gunnarsson, wissen Sie schon von Ihrem Auftrag?

Ja, es hat am Mittwochabend jemand angerufen und gesagt, dass die Jungs es geschafft haben und die Mannschaft mit mir rechnet.

Sind Sie schon auf dem Weg?

Nein, aber ich denke, ich werde es schon bis Freitagabend nach Polen schaffen. Dann grille ich entweder nach dem Halbfinalspiel am Abend oder aber am Sonnabend. Ich weiß nicht, wann die Mannschaft es lieber möchte.

Wie viel Fleisch müssen Sie denn mitnehmen, um eine Handballmannschaft und das ganze Team drumherum satt zu machen?

Da hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber etwas mehr wird wohl besser sein. Mehr als 100 Kilogramm Fleisch sind es sicher und dann noch die Fritten.

Wie kam es überhaupt zu der Idee, dass Sie grillen sollen?

Dagur hat uns im Dezember vergangenen Jahres zum Abschluss eines Trainingslagers eingeladen, da haben wir das schon mal gemacht. Da hat Dagur seinen Jungs dann versprochen: Wenn ihr das Halbfinale erreicht, dann lasse ich „Gummi“ mit einem ganzen Truck nach Polen kommen. Ich hab schon damals sofort zugesagt, und jetzt ist er im Wort gewesen. Es ist tatsächlich so gekommen, was ich natürlich sensationell finde – für diese junge Mannschaft.

Kannten Sie Dagur Sigurdsson schon vorher?

Ja, sicher. So viele Isländer sind wir nicht in Berlin, und alle sind handballfanatisch. Er war ein paar Mal in unserem Restaurant.

Spielen Sie selbst?

Nein, ich bin Fan. Ich habe auch die Spiele angesehen, die Dagur jetzt gecoacht hat.

Ist es überhaupt gesund: Fast Food für Spitzensportler?

Vorsicht, sagen Sie nichts Falsches. Fast Food! Wir verwenden für unsere Hamburger organisch erzeugtes Fleisch von Black-Angus- Rindern. Das sind reine Proteine, praktisch kein Fett. Dann noch frisches Gemüse. Nach einem Spiel kann es für einen Sportler doch gar nichts Besseres geben.

Wie viele Kalorien?

Weiß ich nicht. Ein Burger hat 150 Gramm Fleisch. Und es wird sicher nicht bei einem bleiben.

Ist es Ihr erster so spezieller Auftrag?

Nein, wir haben auch schon für David Beckham in London gegrillt. Zum Kindergeburtstag.

Das Gespräch führte Frank Herold.


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