Neuer Inhalt
Berliner Zeitung | Feuer am Kottbusser Tor : Festsaal Kreuzberg komplett ausgebrannt
21. July 2013
http://www.berliner-zeitung.de/4464408
©

Feuer am Kottbusser Tor : Festsaal Kreuzberg komplett ausgebrannt

Gegen 21.30 Uhr wird die Feuerwehr zum Festsaal Kreuzberg gerufen. (20.07.2013).

Gegen 21.30 Uhr wird die Feuerwehr zum Festsaal Kreuzberg gerufen. (20.07.2013).

Foto:

Christian Mang

Berlin -

Ein bekannter Tanzclub und Konzertsaal in Berlin-Kreuzberg ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Brand weitgehend zerstört worden. Weil das Feuer etwa zwei Stunden vor Beginn einer für den Abend geplanten Hip-Hop-Party ausbrach, kam es nicht zu einer Katastrophe. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Mehr als zwölf Stunden lang waren bis zu 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie hatten Probleme, in dem Gebäude an den Brandherd heranzukommen.

In der Nacht waren dicke Rauchschwaden über weiten Teilen von Kreuzberg zu sehen. Erst am Sonntagvormittag konnte die Feuerwehr ihre Löscharbeiten beenden.

Der ausgebrannte „Festsaal“ Kreuzberg“ am Kottbusser Tor wird nun wohl für längere Zeit schließen müssen. „Nach 9 Jahren Festsaal Kreuzberg, unzähligen tollen Konzerten, Hochzeiten, Lesungen, Boxveranstaltungen und Partys kommt das Programm erstmal an diesem Ort zum erliegen“, teilten die Betreiber auf ihrer Homepage und auf Twitter mit. Die Ursache für den Brand ist nach Polizeiangaben bislang unklar.

Die Skalitzer Straße, die am Brandort vorbei führt, war wegen der Löscharbeiten stundenlang gesperrt. Auch der U-Bahnhof Kottbusser Tor wurde für mehrere Stunden geschlossen, die Züge fuhren durch. Vier Sicherheitskräfte, die im Bahnhof eingesetzt waren, kamen vorsichtshalber ins Krankenhaus - der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestätigte sich allerdings nicht.

Für die Einsatzkräfte gestaltete sich die Bekämpfung des Brandes äußerst mühsam. „Es ist schwierig, an den Brandherd ranzukommen“, berichtete ein Sprecher am Abend. Nachdem eine Holztreppe verbrannt sei, habe es nur noch einen Zugang zum Brandherd gegeben. Wegen der extremen Hitze von rund 400 Grad im Gebäude konnten die zeitweise rund 100 Feuerwehrmänner zudem immer nur für kurze Zeit in das Gebäude. Ein Versuch, das Dach des Lokals zu öffnen, scheiterte. Da die Decke aus Beton ist, war ein Durchbruch zum Feuer von dort aus unmöglich.

Gegen 5 Uhr war der Brand zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht. Erst gegen 11.00 Uhr am Sonntag rückte die Feuerwehr wieder ab. (dpa)