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Filmhochschue Konrad Wolf: Zur Universität geadelt

Das Gebäude der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Sie wird die erste Universität ihrer Branche.

Das Gebäude der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Sie wird die erste Universität ihrer Branche.

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dpa

Potsdam -

Zu den prominenten Absolventen der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam Babelsberg gehören unter anderen der Regisseur Andreas Dresen, Seeed-Frontmann Dellé und Fernsehschauspieler Jaecki Schwarz. Nun wird aus der Hochschule die erste Filmuniversität Deutschlands. Zur Feier der Umwandlung am heutigen Dienstag (08.07.2014) werden etwa 200 Menschen aus der Film- und Medienbranche sowie der Politik erwartet.

Mit dem neuen Status verändert sich auch das Profil der Lehrstätte. Wurde bisher vor allem auf Kreativität und technisches Know-how gesetzt, so wird jetzt eine stärkere Verschränkung von Theorie und Praxis forciert. Dazu gehört auch die Einführung englischsprachiger Masterstudiengänge wie Cinematography und Production Design, mit denen die Weichen für ein internationaleres Studienkonzept gestellt werden. Zudem kann die Filmuniversität künftig unter anderem im Fach Medienrecht auch Doktortitel vergeben.

Um den Anspruch schon von Anfang an hochzuhalten, verlangt die Universität Arbeitsproben von den Studienbewerbern. Für den Masterstudiengang Medienwissenschaft, mit dem die frischgebackene Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen möchte, sind neben Motivationsschreiben und Vorstellungsgespräch auch zwei Film- und Fernseh-Rezensionen sowie ein Essay zu einem beliebigen medientheoretischen Thema gefordert.

Trotz aller Neuerungen hält die Leitung der Hochschule an dem alten Namen Konrad Wolf fest. Er verbinde die kreative Tradition des Defa-Regisseurs, in der sich die Hochschule sieht, mit einem dialektischen Verständnis für die Zukunft.