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Flüchtlinge am Brandenburger Tor: Wieder mehrere Flüchtlinge in Klinik

Die Flüchtlinge fordern mit ihrem Hungerstreik die Anerkennung als Flüchtlinge in Deutschland.

Die Flüchtlinge fordern mit ihrem Hungerstreik die Anerkennung als Flüchtlinge in Deutschland.

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Björn Kietzmann

Wieder sind mehrere geschwächte Flüchtlinge vom Brandenburger Tor in Krankenhäuser gekommen. Der Zustand von vier Asylbewerbern verschlechterte sich am Mittwochmorgen so sehr, dass Sanitäter sie ins Krankenhaus brachten, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Einige seien wegen Kälte und Nässe auch unterkühlt gewesen. Die Flüchtlinge befinden sich auf dem Platz vor Berlins Wahrzeichen seit rund einer Woche nach eigenen Angaben im Hungerstreik. Am Montag kündigten sie an, auch nicht mehr zu trinken. Sie fordern, dass ihre Asylanträge anerkannt werden und hoffen darauf, dass ihr Anliegen bei der Bundesregierung Gehör findet.

Bereits am Dienstag hatten bei sieben der Flüchtlinge die Kräfte nachgelassen. Notärzte behandelten sie noch vor Ort, dann wurden sie in Kliniken gebracht. Ob sie das Krankenhaus wieder verlassen konnten und zur Gruppe zurückkehrten, war zunächst nicht klar. Vor Ort sei auch eine Ärztin, die die Flüchtlinge kannten und der sie vertrauten, sagte der Sprecher der Feuerwehr. Sie war es auch, die am Mittwoch mehrfach den Notarzt rief.

Die etwa 30-köpfige Gruppe war vor etwas mehr als einer Woche aus Bayern nach Berlin vor das Brandenburger Tor gekommen. Dort hoffen die Flüchtlinge, die nach eigenen Angaben zum Teil schon seit mehreren Jahren in Deutschland auf Asyl warten, auf mehr politische Aufmerksamkeit. Mit den Flüchtlingen, die im Camp am Kreuzberger Oranienplatz leben, haben sie aber nichts zu tun. In den vergangenen Monaten versuchten Flüchtlinge schon häufiger mit Hungerstreiks auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Die Flüchtlinge aus dem Protestcamp am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg haben derweil am Mittwoch eine Straße blockiert und Verkehrsstörungen ausgelöst. Ein Sprecher der Polizei sagte, rund 15 Flüchtlinge hätten sich auf die Fahrbahn gesetzt. Mit der Blockade wollten sie an die Flüchtlingskatastrophe vor der italienischen Insel Lampedusa erinnern.

Der Protest sei nicht angemeldet, hieß es bei der Polizei. Der Bereich in Richtung Adalbertstraße war am Mittag für den Verkehr gesperrt. Erst in der vergangenen Woche hatten sich einige Flüchtlinge vom Oranienplatz in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin-Mitte niedergelassen. (dpa)