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Flüchtlinge in Berlin: Initiativen fordern Ende der Flüchtlingslager-Politik

Zeltstadt im Tempelhofer Hangar.

Zeltstadt im Tempelhofer Hangar.

Foto:

REUTERS

Bürgerinitiativen und Unterstützergruppen fordern ein Ende der Flüchtlingslager-Politik in Berlin. Statt die Menschen in Massenunterkünften zu ghettoisieren, müsse der Senat viel mehr Flüchtlinge in normalen Wohnungen unterbringen, verlangten unter anderen der Flüchtlingsrat und die Initiative „100% Tempelhofer Feld“ am Montag.

Die Initiativen gehen davon aus, dass 5000 bis 10.000 Flüchtlinge bei Angehörigen untergebracht werden könnten. Zudem könne man sofort die rund 10.000 illegalen Ferienwohnungen zur Unterbringung nutzen. Weitere Wohnungen könnten zudem entstehen, indem man eingeschossige Supermärkte aufstocke.

Initiative: 15.000 Geflüchtete auf dem Tempelhofer Feld

„Wir haben den Eindruck, dass der Senat nur auf Massenlager setzt“, kritisierte Georg Classen vom Flüchtlingsrat. Hier seien die Verhältnisse oft menschenunwürdig, der Senat halte seine eigenen Mindeststandards nicht ein.

Auf dem Tempelhofer Feld werde das auf die Spitze getrieben: „Ziel ist ein Massenlager neuer Dimension für 15.000 Geflüchtete“, beklagte Kerstin Meyer von „100% Tempelhof“. Die geplante Gesetzänderung sei nach dem Volksentscheid zudem ein „Frontalangriff auf die Demokratie“. (dpa)


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