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Flüchtlingsheim in Britz: Buschkowsky setzt sich für Asylbewerber ein

Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin Neukölln.

Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin Neukölln.

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Paulus Ponizak

In der Asylbewerberunterkunft im Ortsteil Britz sind in der vergangenen Woche 140 Menschen eingezogen. „Die Bewohner haben ein Recht auf menschenwürdige Lebensumstände, das heißt, eine vernünftige Unterkunft, Verpflegung, Schule für die Kinder und ein angstfreies Leben“, sagte Buschkowsky.

Der Bezirksbürgermeister und die Neuköllner Schulstadträtin Franziska Giffey (SPD) hatten die Flüchtlinge besucht. Beide Bezirkspolitiker reagierten damit auf die Aktionen der NPD, die mit ausländerfeindlicher Hetze Stimmung gegen das Flüchtlingsheim macht. „Jeder, der in Neukölln wohnt, gehört zu unserer Familie“, sagte Buschkowsky. Er berichtete, er habe im Heim verängstigte Menschen getroffen, die sich nicht trauen würden, das Gebäude zu verlassen. Stadträtin Giffey sei es gelungen, die Flüchtlinge zu beruhigen.

Buschkowsky verurteile schärfstens, dass Familien und ihre Kinder mit einem „angsterzeugenden Psychoterror“ überzogen würden. Schulstadträtin Giffey erklärte, viele Kinder hätten trotz ihres jungen Alters schon Schreckliches erlebt. „Ihr Aufenthalt in Neukölln darf nicht dazu gehören.“ Die Kinder würden in Neukölln Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. „Das brauchen sie für ihr späteres Leben, nicht fremdenfeindliche Parolen.“

Seit Monaten hetzt eine Bürgerinitiative gegen das Flüchtlingsheim an der Späthstraße. In den Containerunterkünften ist Platz für 400 Flüchtlinge. Das Grundstück hat der Berliner Möbel-Unternehmer Kurt Krieger dem Bezirk Neukölln zur Verfügung gestellt.