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Flüchtlingsunterkünfte in Berlin: Opposition will Ferienwohnungen für Flüchtlinge nutzen

Hausfassaden unterschiedlicher Epochen im Berliner Bezirk Kreuzberg.

Hausfassaden unterschiedlicher Epochen im Berliner Bezirk Kreuzberg.

Foto:

dpa

Berlin -

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen setzt Berlin aus Sicht der Opposition viel zu sehr auf Großunterkünfte. «Es lässt sich weiterer Wohnraum gewinnen. Wir brauchen keine weiteren Massenunterkünfte in Containern, Turnhallen oder Hangars», sagte die Linken-Abgeordnete Elke Breitenbach am Donnerstag. Viel mehr Menschen könnten in Ferienwohnungen untergebracht werden.

Grüne und Piraten signalisierten Unterstützung für einen entsprechenden Antrag der Linken. Auch Vermieter von Ferienwohnungen hätten eine soziale Verantwortung, so der Piraten-Abgeordnete Fabio Reinhardt. Sie sehe «Möglichkeiten für einen gemeinsamen Konsens», sagte auch die SPD-Abgeordnete Ülker Radziwill. Die Idee werde bereits geprüft.

Auch die CDU denkt darüber nach

Der CDU-Abgeordnete Joachim Krüger warnte davor, alle Ferienwohnungen für Touristen vom Markt zu nehmen. Berlin brauche auch Unterkünfte für Besucher mit geringerem Budget. Trotzdem müsse man über den Vorschlag nachdenken.

Nach Rechnung der Linken könnten in allen Berliner Ferienwohnungen 60.000 Flüchtlinge und 8000 Obdachlose unterkommen. «Wir reden hier nicht von Peanuts», betonte Breitenbach. Es gehe um 1,6 Millionen Quadratmeter Wohnraum. Der Senat solle Mietverträge mit den Eigentümern abschließen. (dpa)



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