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Flughafen Berlin-Brandenburg: Erst vier Prozent des BER sind fertig

Immerhin, eine Start- und Landebahn gibt es am BER.

Immerhin, eine Start- und Landebahn gibt es am BER.

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BLZ/Paulus Ponizak

Potsdam -

Wenigstens eine gute Nachricht gab es am Montag in der Sitzung des BER-Sonderausschusses im Potsdamer Landtag. Im zentralen Bereich des Hauptterminals des zukünftigen Flughafens, bei den Rolltreppen zum Tiefbahnhof, gibt es eine rund 10.000 Quadratmeter große Fläche, die fertig gebaut ist – nur die berühmte Entrauchungsanlage fehlt hier noch.

Leider entspricht dies aber nur vier Prozent des gesamten Terminals. Die übrigen 96 Prozent sind nach wie vor Baustelle. Noch vor wenigen Wochen hatte Flughafenchef Hartmut Mehdorn erklärt, der Flughafen sei zu 98 Prozent fertig. Es gibt also offenbar divergierende Vorstellungen bei der Flughafengesellschaft (FBB), was fertig eigentlich bedeutet.

Mehdorn konnte die erstaunliche Differenz auch nicht erklären – er war am Montag krank und hatte seine Teilnahme an der Sitzung eine halbe Stunde vor Beginn abgesagt. Stattdessen beantwortete BER-Planungschef Uwe Hörmann die Fragen der Abgeordneten. Allzu viele ermutigende Neuigkeiten hatte er nicht zu verkünden. Auf die Frage, wie viele der angeblich 60.000 Baumängel am Flughafen mittlerweile behoben seien, sagte er: „Einen signifikanten Rückgang kann ich nicht bestätigen.“

Baugenehmigung läuft um Februar 2015 ab

Zwar sagte Hörmann, dass für den Nordpier im April die Abnahme beim Bauordnungsamt beantragt werden solle. Ähnliche Ankündigungen gab es aber schon häufiger. Bereits im Sommer vorigen Jahres sagte Mehdorn, die Fertigstellung des Piers sei nur noch eine Frage einiger Wochen. Seither sind einige Dutzend Wochen vergangen. Immerhin nehmen Sachverständige in dem Gebäudeteil inzwischen erste Systeme ab, beispielsweise die Fahrstühle. Mit dem Nordpier muss die FBB auch bald fertig werden: Im Februar 2015 läuft nämlich seine Baugenehmigung ab.

Über die von Brandenburg geforderte Ausweitung des Nachtflugverbots am neuen Hauptstadtflughafen soll Ende März verhandelt werden. Dazu werde es Gespräche in der Gemeinsamen Planungskonferenz mit Berlin geben, kündigte der Flughafen-Koordinator und Staatssekretär Rainer Bretschneider an. Dort sind die Regierungschefs und die zuständigen Minister vertreten.

Als Termin ist der 25. März vorgesehen. Daran schließt sich die von Brandenburg zu dem Thema beantragte Gesellschafterversammlung mit den Miteignern, dem Land Berlin und dem Bund, zu dem Thema an. Brandenburg fordert entsprechend einem erfolgreichen Volksbegehren ein Nachflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr. Die Miteigner bestehen auf der gerichtlich bestätigten Nachtruhe zwischen Mitternacht und 5 Uhr. (mit dpa)


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