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Forderung der Grünen: East Side Gallery soll Unesco-Weltkulturerbe werden

East Side Gallery neu

Die East Side Gallery. 

Foto:

imago/Westend61

Berlin -

Die Grünen wollen, dass die East Side Gallery zum Unesco-Weltkulturerbe wird. Dafür solle sich das Land Berlin einsetzen, heißt es in einem entsprechenden Antrag der Grünen Friedrichshain-Kreuzberg in der Bezirksverordnetenversammlung. Die East Side Gallery sei "für Menschen aus aller Welt zu einem Symbol der Hoffnung auf den friedlichen Fall der Mauern geworden".

Begründet wird die Idee unter anderem mit den gestiegenen Besucherzahlen. Das längste noch am Originalstandort erhaltene Teilstück der ehemaligen Berliner Mauer lockt jährlich hunderttausende Besucher an. Es wurde 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer länge von 1,3 Kilometern bemalt.

Immer wieder wird das Denkmal jedoch beschädigt. Deshalb soll ein Geländer errichtet werden, das Menschen davon abhalten soll, die East Side Gallery zu beschmieren. Bereits seit längerem stehen Bauzäune vor den Kunstwerken.

Keine Eingriffe in die Substanz und die Umgebung des Denkmals

Dieser Schutz reiche nicht aus, sagen die Grünen. Wäre die East Side Gallery Weltkulturerbe, würden andere Standards gelten. Zudem sei damit sichergestellt, dass es keine weiteren "Eingriffe in die Substanz und die Umgebung dieses Denkmals" wie in den vergangenen Jahren geben dürfe. 

Bereits 2013 forderte Leo Schmidt, Professor für Denkmalpflege an der BTU Cottbus-Senftenberg, im Interview mit der Berliner Zeitung das Land Berlin auf, einen Antrag auf Aufnahme in die Weltkulturerbeliste zu stellen. 

Schmidt zufolge hätte die East Side Gallery gute Chance ins Weltkulturerbe aufgenommen zu werden, weil die Unesco mehr politische Denkmäler in ihre Liste aufnehmen wolle. „Die East Side Gallery wäre für einen Platz auf der Weltkulturerbeliste prädestiniert“, so Schmidt.