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Gentrifizierung in Berlin-Kreuzberg: Einigung im Streit um Gemüseladen Bizim Bakkal?

Ahmet Caliskan kämpft mit großer Unterstützung der Nachbarschaft.

Ahmet Caliskan kämpft mit großer Unterstützung der Nachbarschaft.

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BLZ/Paulus Ponizak

Zum ersten Mal haben sie sich Ende Mai getroffen. Ungefähr 70 Menschen standen vor dem Café gleich neben dem Gemüseladen „Bizim Bakkal“, sie beratschlagten, wie sie dem Inhaber Ahmet Caliskan helfen können. Denn Caliskans beliebter Gemüseladen muss Ende September schließen, nach 28 Jahren, der unbefristete Gewerbevertrag wurde vom neuen Eigentümer ordentlich gekündigt, wie bereits berichtet.

Aus diesem Treffen bildete sich die Initiative „Bizim Kiez – Für den Erhalt der Nachbarschaft im Wrangelkiez“ heraus, mittlerweile wird ein Teil der Wrangelstraße jeden Mittwoch ab 19 Uhr abgesperrt, bis zu 300 Menschen kommen wöchentlich hierher, um Solidarität mit dem Gemüsehändler zu bekunden, Bezirk und auch Bundestagsabgeordnete haben den Eigentümer gebeten, seine Entscheidung zu überdenken.

Verhandlungen zwischen Hausbesitzer und Caliskan

Und vielleicht hat diese Initiative etwas bewirkt im Fall Caliskan: Wie auf der Webseite der Initiative zu erfahren ist, sind „direkte Verhandlungsgespräche zwischen Hausbesitzer und Ahmet Caliskan anberaumt.“ Steht eine Einigung mit dem Eigentümer bevor? Ahmet Caliskan will vor der Mittwochsversammlung keine Auskunft geben.

Wie auch immer das nun ausgehen mag: Der Gemüseladen erhält neue Unterstützer im Kampf um seine Zukunft: Autoren wie David Wagner, Jan Brandt und Annika Reich lesen ihre thematisch bezogenen Texte und die Geschichte der eigenen Entmietung, wie es in einer Ankündigung heißt. Für die Initiative ist eins klar: „Der Fall „Bizim Bakkal“ hat uns als Nachbarschaft vereint“, so steht es auf der Webseite geschrieben.


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