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Geschichte als Comic: «Fluchttunnel nach West-Berlin»

Berlin -

Der legendäre Berliner «Tunnel 57» hat zwei französische Comic-Künstler zu einer gezeichneten Fluchtgeschichte inspiriert. In «Fluchttunnel nach West-Berlin» erzählen Olivier Jouvray und Nicolas Brachet von der Gruppe junger Westdeutscher, die von einer ehemaligen Bäckerei im Westteil Berlins unter der Mauer hindurch einen Tunnel bis auf das Gebiet der DDR gruben. Sie wollten so Freunde und Verwandte in die Freiheit holen. 57 Ost-Berlinern gelang im Oktober 1964 in einer Nacht die Flucht. Doch dann wurde der Tunnel verraten.

In zurückhaltenden Braun-, Grau- und Blautönen und mit klaren Linien erzählen die Comicmacher die dramatische Geschichte. Detailreich und mit Wiedererkennungseffekt sind die Hintergründe gezeichnet: Grenzanlagen, die trostlose Bernauer Straße, der hell beleuchtete Kurfürstendamm mit Café Kranzler und Gedächtniskirche im Westen und die gleichförmigen Plattenbauten und die nur von einzelnen Trabis befahrene, pompöse Karl-Marx-Allee im Osten. Jouvray und Brachet stellen den Kunststudenten Tobias in den Mittelpunkt ihrer gezeichneten Erzählung und zeigen, dass ideologische Grenzen manchmal mitten durch Familien gehen. (dpa)


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