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Geschichte für Schüler: Mehr Geld für Fahrten zu Gedenkstätten

Außenansicht der Gedenkstätte Auschwitz

Außenansicht der Gedenkstätte Auschwitz

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dpa/Rolf Vennenbernd

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat einen Kooperationsvertrag mit der Bethe-Stiftung und dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) unterzeichnet. Demnach wird die Bethe-Stiftung bis zu 192 000 Euro für 32 Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz, Majdanek, Treblinka, Belzec und Chelmno bereitstellen. In diesen Vernichtungslagern der Nationalsozialisten im besetzten Polen waren während des Zweiten Weltkriegs mehrere Millionen Juden ermordet worden. „Ein Besuch der Gedenkstätten oder an anderen Lernorten der NS-Vergangenheit ist von unschätzbarem Wert für einen lebensnahen und nachhaltigen Geschichtsunterricht“, sagte Scheeres. „Wer ein friedliches Miteinander möchte, muss aus der Geschichte lernen.“

Antisemitismus begegnen

Gleichzeitig verpflichtet sich Berlin, weiterhin jährlich 40 000 Euro zur Förderung von solchen Gedenkstättenfahrten zur Verfügung zu stellen. Im vergangenen Jahr unterstützte die Bildungsverwaltung 31 Fahrten nach Auschwitz und Majdanek, an denen insgesamt 996 Schüler teilnahmen. 90 dieser Schüler bekamen dafür eine Förderung aus den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets. Unter Lehrern gilt es als besonders wichtig, dem teilweise ausgeprägten Antisemitismus unter muslimischen Schülern zu begegnen.

Schulen können die zusätzlichen Fördermittel der Bethe-Stiftug über das IBB in Dortmund, das seit Ende 2015 Fördermittel im Auftrag des Bundes vergibt, beantragen. Die Behte-Stiftung wurde 1996 von dem Kölner Ehepaar Bethe gegründet. Ziel dieser Stiftung ist es nach eigenen Angaben, den Teil des selbst erarbeiteten Vermögens, den die Familie nicht selbst benötigt, für mildtätige Zwecke auszugeben. Zunächst wurden damit vor allem Hospize unterstützt. (mak.)